Kissling, Hermann ; Stadtarchiv <Schwäbisch Gmünd> [Editor]
Künstler und Handwerker in Schwäbisch Gmünd 1300 - 1650 — Schwäbisch Gmünd, 1995

Page: 135
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Jelin Christoph

I, J, Y
Isel Hans, Gmünder Goldschmied, läßt sich 1604 in
Freiburg/Schweiz nieder.
Klein, Goldschmiedegewerbe, 25.
Jacob, Zimmermann, Meister und Werkmann der
Stadt, einigt sich am 11.7.1459 mit Michel Spängler,
mit dem er wegen der Wässerung ihrer am Seelenbach
liegenden Wiesen in Streit geraten war. Ist J. identisch
mit dem im Münster-Anniversar genannten Jacob
Werckmann, alias mansz?
MüAnni 129. UASp 467.
Jacob, jung Zimmermann in Unterböbingen, arbeitet
1645 bei 20 kr Taglohn 4 1/2 Tage in der dortigen
Mühle.
1645, 211.
Jacob von Höcklon, Meister und Schwertfeger, Bürger
zu Gmünd, stellt sich am 21.3.1497 als Bürge des Balt-
has Stainmetz, Bürger zu Heilbronn.
StAL B 113 U 468. (Mitt. Dr. K. Graf)
Jäger Ulrich, Steinmetz von Gmünd, cd 9.6.1562 in
Kulmbach Margarete, Tochter des Baumeisters Caspar
Fischer auf der Plassenburg. Im Folgejahr stirbt sie an
der Geburt des ersten Kindes.
Sitzmann, Künstler, 269.
Jageisen, Goldschmiedefamilie
- Hans, Sohn des Folgenden, *1594, cd 1616 Maria
Franz (1617-1630 11 Kinder); verkauft 1637 seine
beim Barfüßerkloster gelegene Behausung samt Brun-
nen und Mistleg an den Bäcker Jerg Herzer um 500 fl.
- Ulrich, Goldschmied, cd 1591 Anna Leuth (1592-
1605 7 Kinder). 1604 nimmt die Stadt von ihm 600 fl
zu 4 1/2 % Zinsen auf.
- Veit, Goldschmied, Ratsherr und Bürgermeister
(1649-1658), Sohn des Vorigen, *1596, 1) cd 1619
Maria Weittmann (1620-1634 6 Kinder), 2) cd 1636
Margaretha Pauser, Witwe des Johann Storr
(1637-1644 5 Kinder), + 17.5.1658, wohl bestallter

Kirchenpfleger bei unserer lieben Frauen allhier. Mit
der ganzen Prozession zu den Franziskanern gelegt.
Ein angesehener und wohlhabender Mann. Hans Kögel
zinst ihm jährlich (1624) von 200 fl Hauptgut aus 1 1/2
Tagwerk Wiesen unter dem Buch 30 fl. 1634 steuert er
im Wildeck 6 fl (Durchschnitt der Handwerker 3 b
3 kr). Aus der Heiratsabrede des Ratsherrn 1645: Das
Überlebende soll bekommen den Garten hinter dem
Rinderbacher Tor samt dem kleinen Gärtlein daran,
item ainer mit aller Zubehör beraiten Bettstatt, auch
allen auf dessen Leib gehörigen Klaidern und Klein-
odien sambt der schönsten Silberkanten, so zugegen
sein. Von des Goldschmieds Tätigkeit zeugen zwei Ar-
beiten. Am 8.7.1635 erhält er für ein guldin Kettelin, so
gewogen 281/2 Cronen, 1 Cronen zu 2 1/2 fl. Und
Herrn Comißari Wolf Stürmer zum Lothgelt geben
worden, dafür bezahlt 71 fl 9 b. 1641 zahlt ihm die
Stadt für ein silbernes Kännlein, das man der Frau
Oberistenachtmeisterin verehrt, 34 fl 6 b.
FamR IV, 186. SterbeB I, 125. StadtR 1635, 93’; 1641, 117. Stadt-
REx, 94. VPfR 1627-1637. CProt I (1636) 157 f.; I (1637) 178; II
(1645) 256 ff. SchatzB 1643. KaufB 62. KlagB III (13.10.1625). Deb-
ler, Chronik I, 543.
Jageiß Veit, Büchsenschmied. Vom 23.12.1560 datiert
die vertragliche Zusicherung, daß ihm die Waffen-
schmiede Hans Maier* und Thomas Meßnang*, die
vom Spital die Eutighofer Mühle auf Lebenszeit be-
standen haben, die Benützung der Schleifmühle zu ge-
statten haben.
UASp 1135.
Jehle (Jelle, Yele) Jacob, Maler von Gmünd, cd in
Gmünd Ursula (1577-1582 2 Kinder), t 2.2.1602 Re-
gensburg. „Schüler Martin Sogers in Würzburg, um
1580 Meister in München, malte Bildnisse, historische
und besonders religiöse Darstellungen. Von seinen
Fresken, mit denen er 1595 und 1597 den Chor der Kir-
che zu Thalkirchen/München schmückte, sind nur Reste
unter dem später eingebauten Oratorium des Chors er-
halten. Sein Name wird genannt in Verbindung mit
mehr handwerklichen Arbeiten für Altäre in der St. Mi-
chaelshofkirche (1583 ff) und im Grottenhof und Anti-
quarium der Residenz zu München (1586 ff)“.
FamR IV, 203. - ThB XVIII, 492. - Beck, Archiv für christliche
Kunst, Nr. 9 (1896) 144. - Geissler, Zur Kunst, 16.
Jelin (Yelin) Christoph, Bildhauer aus Gmünd, nach-
weisbar seit 1577 in Tübingen, dort t 1610. Jelins
Gmünder Herkunft belegt ein Tübinger Eheregister.
Unter dem 29.12.1577 ist eingetragen die Heirat von

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