Kissling, Hermann ; Stadtarchiv <Schwäbisch Gmünd> [Editor]
Künstler und Handwerker in Schwäbisch Gmünd 1300 - 1650 — Schwäbisch Gmünd, 1995

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Vogt Martin

II. 76-79'; 1649 I, 76-78, 83; 1650 I, 80; 1663, 79 f.; 1664, 78'. KR
1628, 216; 1629, 208; 1649, 170; 1652, 187, 189; 1653, 187; 1655,
181; 1656, 203; 1657, 190; 1658, 214; 1659, 192, 196; 1660, 194;
1661, 189, 191; 1662, 167, 169 f.; 1663, 186; 1665, 36, 180; 1666,
179, 187; 1668, 181. VPfR 1653, 114; 1654. 121, 124; 1657, 133 f.;
1664, 129 f. CProt I (1635), 155. UASp 1615.
Vogt Martin (Merte), Malergesell 1625.
KlagBIII (14.9.1625).

w

Wagner Christoph (Stoffel), Hafner, oo Ursula
(1580-1595 10 Kinder), besitzt ein Haus in der Wald-
stetter Vorstadt und einen Grasberg vor dem Waldstet-
ter Tor, zinst 1586 der Katharinenpfründe 1 fl 2 Ort um
30 fl. Am 5.12.1585 ist Stoffel Wagner Hafers ein Pren-
ofen zu pawen bewilligt, doch ein nach der Werckleuth.
Von da an bis 1589 liegen über ihn Nachrichten von
Ofenbauten und -reparaturen vor. So erhält er 1585 für
einen irdenen Höllhafen und das Einsetzen etlicher Ka-
cheln 5 ß 6 h, fegt 1587 einen Ofen um 1 Ort 6 h,
bessert 1592 einen Ofen für 2 b, zahlt ihm die vac.
Pfründe für 4 neue Öfen in Pfründhäusern 15 fl 9 b.
W. ist vermutlich jener Christoph Wagner, dem 1589
uff ain alte urpheden gefenkhnus wieder erlassen wor-
den, darin er gelegen, das er den Meßschmied in ihr
handtwerk griffen.
FamR IX, 4. VPfR 1584, 65 f.; 1585, 64; 1586, 57; 1587, 64; 1592,
52; 1596, 43, 45; 1598, 39. RP 1585, 194’; 1589, 17. MÜA 2.1.4.
BVPfl 56’, 90’. UASp 1336. UAK 232. Weser, Berufsstände, 92.
Wagner (Wegner) Christoph, Sporenmacher (Sporer),
wird am 12.7. 1607 ermahnt, seine Schulden in Nürn-
berg zu bezahlen.
RP 1607 I, 169.
Wagner Hans, d. Ä. und d. J., Hafner 1525/1568. 1525
rechnet die Stadt mit dem Hafner Hans Wagner 7 ß 10
h ab. 1537 zinst Hans Wagner jung Hafner aus seinem
Haus in der Eutighofer Gasse 2 Ort. 1544 und 1551 ist
die Rede von Hans Wagner, der am 3.8.1551 mit Mar-
gret Waibel, Jörg Borsigs Witwe, ihr Haus samt Garten
und Brunnen auf dem Acker in der Eutighofer Vorstadt
an den Magistrat um 150 fl verkauft. 1566/68 zinst
Hans Wagner jung der Hafner (Enkel des älteren Wag-

ner?) in der Waldstetter Gasse der Leonhardspfründe
1 fl.
StadtR 1525, 68; 1544, 181’; 1560, 226. ReichG 92. USlg
1549-1551. UAL 109.
Wagner Hans, Schreiner 1586.
RP 1586/88, 27’.
Wagner Hans, Zimmermann, gibt 1583 aus seinem
Haus beim neuen Bad 1 ß. Nicht völlig aufzuklären
eine Aussage des Ratsprotokolls vom 4.10.1584: Den
Verkauf umb Christof Wengers Fuermanß [Fuhrmanns]
Behausung, so Franz Schmidt* Schlosser kaufe, will
man dem Hans Wagners Zimmerman verfolgen lassen
in Ansehung bewegender Ursach. Eine deutliche Spra-
che gebraucht das Protokoll am 30.4.1591: Hans Wag-
ner, Zimmermann ist im ernst uferlegt, die scheuren
hinder des Kratzers Haus zu bawen, auch am
29.10.1591: Hans Wagner Zimermann solle wegen sei-
nes übelen Haußhaltens wie auch Wolf Rieckh maler*
fenglich eingezogen werden.
RP 1584. 65 f.; 1591, 46, 136. FranzUr I, 23’; II, 19.
Wagner Leonhard, Schreibkünstler, *1454 Schwab-
münchen, t 1.1.1522 Augsburg. In der Wiederbelebung
klösterlicher Buchschreibkunst zu Ende des Mittelalters
spielt W. eine bedeutende Rolle, vor allem in Augsburg
als Konventuale des Benediktiner-Reichsstifts St. Ul-
rich und Afra. Er wirkt als Schreiber auch in ver-
schiedenen Klöstern Schwabens und der Schweiz
(Zwiefalten, Mariaberg bei Reutlingen, Salem, Zürich,
Einsiedeln und St. Gallen), 1511/12 im Kloster Lorch,
hier wesentlich beteiligt an drei erhaltenen Chorbü-
chern (WLB). Der Illuminist Bertschy* hat ihn sogar in
einer Randszene porträtiert: W. (mit beigegebenem
Wappen), als Rückenfigur gesehen, steht am Schreib-
pult, vertieft in seine Arbeit (WLB, Cod. mus. I. Reihe
2,65, 236). Zwar ist er nur einer der für die Lorcher
Bücher nachgewiesenen fünf Text- und drei Noten-
schreiber, doch mit seinem überragenden Können hat er
Maßstäbe gesetzt und entscheidend dazu beigetragen,
daß die Lorcher Chorbücher zu den Spitzenwerken
spätgotischer Buchkunst in Schwaben zählen.
ThB XXXV, 42 f. - H. Hummel, Die Bibliothek des ehemaligen Be-
nediktinerklosters Lorch, Studien und Mitt, zur Geschichte des Bene-
diktiner-Ordens 92 (1981) 131-164. - Kissling, Kloster Lorch, 187.
Wagner Leonhard, Scheidenmacher, wahrsch. od Ma-
ria (1579 1 Kind). Ratsbeschluß vom 7.11.1586: Leon-
hard Wagner schaidenmacher will man sein laden ahm
Rathaus noch lenger laßen und leisen, allein soll er

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