Kissling, Hermann ; Stadtarchiv <Schwäbisch Gmünd> [Editor]
Künstler und Handwerker in Schwäbisch Gmünd 1300 - 1650 — Schwäbisch Gmünd, 1995

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Mayer Andreas

M
M. M. (Monogrammist), Maler des Predellenbildes
(Abendmahl) im Choraltar der Herrgottsruh-Kapelle
1623. S. die Maler Hans Katzenstein* und Georg
Mayer*.
Mäder Stoffel, Maurer in Heubach, erhält 1641 von ei-
ner Mauhren in der Wasserstuben bey der Mühlen [von
Unterböbingen) abzubrechen und wüder new auffzuma-
chen, da von 3 Casten wieder zu bessern und ain Tag-
löhner, so ihm geholfen, 10 fl 5 b.
KR 1641, 230.
Märklin (Mercklin) Leonhard (Lienhart), Zimmer-
und Werkmeister der Stadt 1489/1520. Am 19.12.1489
verkauft Matthias Brügel, Bürger zu Gmünd, dem er-
barn Leonharten Märklin, auch burger und diserweil
der Statt werkmann hie zu Gemünd, 1 Herbsthuhn oder
6 Pfennig aus seinem Haus in der Eutighofer Vorstadt.
Albrecht Herr zu Limpurg belehnt am 15.6.1504 dem
Erbarn unseren lieben getreuen Leonharten mercklin
burger zu Gemünd, Träger der Anna Betz, Witwe des
Gmünder Ratsherrn Leonhard Betz, die in der Stadt ge-
legene Überschlagsmühle mit aller Zugehörd. Am 26.6.
1504 belehnt Ritter Wilhelm von Rechberg ebenfalls
Anna Betz und als deren Träger Leonhard Merkle,
Zimmermann zu Gmünd, mit mehreren rechbergischen
Lehen in Iggingen und Buch. Eine Urkunde vom
29.1.1505 erwähnt das zwischen den Häusern des
Leonhard Märklin und Veit Roser gelegene Steinhaus
der Veronica Gaist beim Komhaus.
Die Stadtrechnung 1500 nennt mehrere Beträge zwi-
schen 3 lb und 7 ß, die Meister Leonhard aus Bauholz
erlöst. In diesem Jahr erhält Meister Leonhard, der
Zimmermann, auf Georgii 6 fl Sold. Am 29.5.1508 ist
das gehüß oder langmünster unser kirchen [des Augu-
stinerklosters] biß zu dem kor verdingt worden maister
Lenhard Mercklin dem zymerman um 130 gülden myn-
der 1 groschen. Schnee und Regen hatten großen Scha-
den verursacht, insbesondere an der Rinne zwischen
Kirche und Kapelle, aber auch die Kirche ist selbs
schwach und böß gewesen. An der Besichtigung des
Bauschadens und der Verleihung der Arbeiten nehmen
teil Caspar Teuber, alter Bürgermeister, die Kloster-
pfleger Johannes Schürer und Jacob Bopf, Hans Strobel
der Decker* und Hans Klein*, Schreiner des Klosters.
In der Ämterbesetzung ist Meister Leonhart Märklin in

der Rubrik der Baumeister 1516, 1517 und 1520 ge-
nannt.
Die Wiederherstellung der Pfarrkirche nach dem Tür-
mesturz 1497 erforderte auch umfangreiche Arbeiten
im Dachbereich. Das neue, in der Struktur auch anders-
artige Zwischenstück des Dachstuhles könnte das Werk
M.s sein. Wahrscheinlich ist sein Name auch verbun-
den mit den repräsentativen Gmünder Fachwerkbauten
um 1500, mit dem Arenhaus (1508, abgetragen 1888)
und dem Kornhaus 1507. (Diese Jahreszahl in eine er-
neuerte Knagge des nordwestlichen Eckständers einge-
schnitten, doch sei auf die oben erwähnte Urkunde
aufmerksam gemacht, die schon im Januar 1505 das
Kornhaus erwähnt - oder dessen Vorgänger?). Viel-
leicht ist M. auch zumindest der Entwurf des alten
Fachwerk-Rathauses (s. Peter Brem*) zu danken.
StadtR 1500, 2, 68, 79. ÄBe 58, 67, 99. AugKop. 262. USlg
1504-1505; 1506-1509. UAG 2114. - Kissling, Augustinuskirche 5.
Mager (Mayer?) Hieronymus, „Werkmeister des
Baues zu Schwäbisch Gmünd, wird 1502 durch Burk-
hard Engelberg nach Freiburg i. Br. empfohlen.“ (Der
Urheber dieser Nachricht nennt keine Quelle, die auch
nicht ausfindig gemacht werden konnte.)
Klemm, Neues, 235.
Mayer (Meier) Adam, Schreiner von Urspring, wird
am 23. August 1607 von dem Gmünder Schreiner En-
dris Meierhöfer* und Konsorten vor dem Rat ange-
klagt, er habe altem Herkommen und Handwerksbrauch
zuwider im Predigerkloster Arbeit angenommen. M. er-
bittet daraufhin den Schutz des dortigen Priors. Dieser
kann ihn jedoch vor dem Gefängnis nicht bewahren,
wohl deshalb nicht, weil M. dem Meierhöfer gefährlich
nachgesetzt, über ihn geschrien und geböldert.
RP 1607 II, 8, 27, 46 f„ 53, 68.
Mayer (Meyer) Andreas (Endris), Hafner 1473/1482.
Seine Witwe, Elisabeth Kruse, übergibt am 22.12.1501
am Spital nach ihrer dortigen Aufnahme und der Zusi-
cherung einer lebenslangen Armenpfründe etliche Gü-
ter.
UAG 1638. UASp 574, 699.
Mayer (Mair) Andreas (Endris) I, Schmied und Waf-
fenschmied, 1530 Schmiede- und Zunftmeister. Ver-
kauft am 15.12.1544 sein Haus und Gesäß in der
Schmiedgasse samt Höfle und halbem Brunnen seinem
Mitbürger Jörg Velin (Jehlin) um 250 fl, inbegriffen das
Schmiedgeschirr (4 Ambosse, 4 Bälge und Hämmer).

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