Kissling, Hermann ; Stadtarchiv <Schwäbisch Gmünd> [Editor]
Künstler und Handwerker in Schwäbisch Gmünd 1300 - 1650 — Schwäbisch Gmünd, 1995

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Natterer Simpertus

N

Natterer Simpertus (Zimbrecht), Zinngießer, ® Aga-
tha (1579 1 Kind); zinst aus seinem Haus in der Ersten
Barfüßergasse. 1590 ist ihm uferlegt sich wegen eines
gefangenen Kantengießersgesellen geen Ulm für ein E.
Rath zw verfiegen. 1600/1601 N. in der Reihe der „aus-
ländischen Meister“, die den herzoglichen Hof belie-
fern.
Seine Enkelin Ursula Natterer (*1618) cd 1641 Ru-
dolph Meßnang, Bürger und fürstlich württembergi-
scher Geleitsreiter. Bei der Heiratsabrede 1650 wird
aufgezählt, was sie in die Ehe mitbringt: Garten, 75 fl
bar und 38 fl, und aus Kandtengießer Handwerkszeug
erlöst 21 fl.
FamR VI, 4 f. CProt III (o. D.) 183. RP 1590, 115. FranzUr I, 117; II,
8‘, 17*. - Fleischhauer. Renaissance 442.
Neher Hans, Waffenschmied, *1602, ® 1635 Agatha
Baumeister (1637-1644 5 Kinder). Seine Witwe geht
1650 eine zweite Ehe mit dem Waffenschmied Georg
Messerschmied* ein. In diese Ehe bringt sie mit die
Behausung sambt allen darinnen befündenden Werkh-
zeug und zugehörigen Garten wie auch deren Schleuf-
fenmühlin zu Unterbettringen, so umb 550 fl ange-
schlagen sein.
FamR VI, 11. 13. TaufB. CProt III (1660) 261 f.
Neher Jacob, Maurer und Steinhauer, *1626, ® 1645
Maria Ursula Steinle (1648-1658 7 Kinder), arbeitet
1664 beim Bau des Remswehres an der Rinderbacher
Mühle 5 1/2 Tage mit (Taglohn 20 kr).
FamR VI, 12, 14. UASp 1615.
Nibel (Nübel, Nubel) Zimmerleute und Werkmeister.
- Anton, Zimmerwerkmeister, verkauft 1555 dem Spi-
tal 5 fl Zins aus 2 Tagwerk der Riegelwiese vor dem
Waldstetter Tor. 1560 sein Jahressold wie der des
Steinmetzwerkmeisters Lienhart Busch* 20 fl.
- Hans, Zimmerwerkmeister, vermutlich ® Magdalena
(1576 1 Kind). 1565/1585 20 fl Jahressold. Sein Haus
und Garten am Waldstetter Tor, davor in der Aichel-
gasse ein Kraut- und Schorgarten. 1574 Auftrag der
Stadt an Hans Nibel meiner Herren Werckmeister ver-
mög Bestands von der Judenmülin [. . .] von gründ ze-
machen, den 19. Augusti für all guet hendel verliehen

umb 23 fl. Wird in diesem Jahr als Werkmeister und
Müller geführt. Zusammen mit Jacob Klein und dem
Bäcker Caspar Schreiner versieht er das Amt der Mühl-
schauer. In ihrer Zeit wird eine neue Mühlordnung er-
stellt. Auf sie wird am 20.6.1675 rekurriert, als Streitig-
keiten der Müller wegen der Wasserführung der Mühl-
bäche vor dem städtischen Gericht verhandelt werden.
1590 zinst Hans Nibel Zimmermann aus seinem Haus
im Judenhof den Franziskanern 10 ß.
- Johann, Zimmermeister von Welzheim, macht 1549
das wehr ob der Pfennigmülin, damit ain Erbar Rath
Im verert und Im geben 10 gülden. Ist N. Ahnherr der
Nibel-Sippe?
- Leonhard, Gmünder Zimmermann in Würzburg. Am
8.3.1584 stellt ihm der Gmünder Rat den erbetenen
Mannrechtsbrief aus (Ausweis seiner ehelichen Geburt
und seines guten Leumunds). L. ist demnach in Gmünd
geboren und aufgewachsen. Das Zeugnis benötigte er
für die Bürgeraufnahme in Würzburg oder als Voraus-
setzung, dort Meister werden zu wollen. In Würzburg
jedoch kein Nachweis über ihn.
FamR VI, 4. StadtR 1549, 274; 1560, 96*275; 1565, 97, 257. 1566,
40, 89, 258; 1570, 89, 247*; 1574, 64‘, 85, 184. LaBVPfl 37, 73.
FranzUr II, 6. VPfR 1575, 9 f.; 1579, 7. SpG I, 12. KlagB II
(20.6.1675). UASp 1090. - Mitt. Stadt- und Staatsarchiv Würzburg.
Niclas, Meister, wahrsch. Steinmetzmeister, t vor
1373. Meister Johannes (Parier*), Werkmeister der
Gmünder Frauenkirche (Münster), begleicht 1372 die
Schulden seines verstorbenen Schwagers Meister Nic-
las in Höhe von 72 Pfund durch den Verkauf zweier
Häuser. Niclas, der in die Parierfamilie eingeheiratet
hatte, dürfte maßgeblicher Steinmetz der Gmünder Par-
ierhütte gewesen sein.
Gümbel, Sebald Schreyer, 126-128. - Graf, Gmünd im Spätmittelal-
ter, 174.
Niklaus, Meister und Kürchen-Maister zu Schwebisch
Gmindt 1565.
Klemm, Neues, 235 (ohne Quellenangabe).
Nydung Konrad, Beindreher, 1448 sein Haus in der
Pfeifergasse.
UAG 1230.

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