Kromayer, Johannes [Editor]; Veith, Georg [Editor]
Antike Schlachtfelder: Bausteine zu einer antiken Kriegsgeschichte (Band 2: Antike Schlachtfelder in Griechenland 2): Die hellenistisch-römische Periode : von Kynoskephalae bis Pharsalos — Berlin, 1907

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Beilage III.

Die Pelopidasschlacht hei Kynoskephalä (364 v. Chr.) ')•

Pelopidas und Alexander von Pherä schlugen die Schlacht, in
licrzudieKart0 welcher der erstere den Heldentod starb, bei denselben Kynos-

„ScUlacht von '

Kynoskepbaia kephalä, auf denen Philipp und Flamininus kämpften, und Alexander
l64"(Beiknrte''brachte die Nacht vor dem Treffen ebenso wie die Römer in der

Karte No. 4).

Nähe des Thetideons zu2).

Es kann also kein Zweifel sein, dafs es sich bei beiden Er-
eignissen um zwei ganz nahe bei einanderliegende Schlachtfelder
handeln und die Bestimmung des einen innerhalb dieser Grenze auch
für das andere bindend sein mufs. Wir würden also dadurch ohne
weiteres für die Schlacht zwischen Alexander und Pelopidas auch in die
Hügelzone zwischen dem Karadagh im Osten und den Bergen von
Dogandschi und den Mavrovuni im Westen geführt werden (S. 71).
Wir wollen aber von diesem Vorteil vorläufig keinen Gebrauch
machen, sondern versuchen, die Örtlichkeit der Pelopidasschlacht
ganz selbständig aus den für sie überlieferten Nachrichten abzuleiten.
Sollte sich daraus ungesucht dieselbe Gegend als Schlachtfeld heraus-
stellen, so würden wir damit zugleich eine sehr willkommene Be-
stätigung unserer Untersuchung über die Örtlichkeit der Römer-
schlacht in die Hand bekommen.

Der Punkt von welchem Pelopidas bei seinem Feldzuge gegen
Alexander seinen Ausgang genommen hat, war die Stadt Pharsalos. Von
hier aus rückte er gegen Pherä vor. Der Tyrann zog ihm entgegen3).

1) Das Jahr steht durch eine Sonnenfinsternis fest, s. Beloch, Gr. Gesch.
II 282 A. 2. Die Übersetzung des Schlachtberichtes findet sich im Anhange zu
dieser Beilage S. 123 f.

2) Plut. Pel. 32: xara ras xaivvfitvas Kvvbs xttfatis. Über das Theti-
deon s. folg. A. u. S. 73.

3) Plut. Pel. 32: ms ovv tls 4>aQOal.ov tldwv ?S()o«T£ ri]V Svvaftiv, ev&vt
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