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Weihung an Liber.
Platte aus weißem Marmor, 0*04"' hoch, 0*222'" breit, 0*127'" tief. An der Rück-
seite und an der rechten Schmalseite (nicht auch an der Unterseite) gerauht, war
also vielleicht zur Aufstellung in einer rechtsseitigen Ecke bestimmt. Von der
Oberseite ist ein annähernd elliptisch umg*renztes Stück von 0*087 X 0*0157"' etwa
o'oiß'" tief ausgenommen; diese (rauh belassene) Ausnehmung war wohl zur Auf-
nahme eines Wtivstückes mit verhältnismäßig breiter Standfläche bestimmt. Eine
Fundnotiz fehlt; aber nichts steht der Annahme im Wege, der Stein stamme eben
wie das ganze oder fast das ganze übrige Lapidarium*) Paccas aus Ostia.



Die Vorderseite trägt in breiten Buchstaben mit Rach dreieckigem Durch-
schnitt folgende Aufschrift etwa der vorsullanischen bis gracchischen Zeit:
NO * OFAflVS * NO * F * Q * PRO AD(n^/s) O/h/ws Vo(ru') /(Ums), ^(770^/07*), 717*0
SED * ET * FAMiLIA* SOVA* DEIBERo <?/ yhoinY/O ^07/0. (=.S77<2) LD&gro
DONVM * DAT MERET i7o7ZM?M oO?* 777f7*r/(o oder -o^f).
Buchstabenformen: f; Λ einmal ohne Querstrich; O zu Ende der zweiten
Zeile vollständig* erhalten, greift aber größerenteils auf die rechte Nebenseite
über. Auch nach dem ersten NO in Zeile 1 scheint ein Punkt zu stehen; er mag
aber, da für ihn zu wenig* Platz zwischen den beiden O gelassen ist, nicht recht-
zeitig vom Steinmetz vorgesehen worden sein.
Bloß das will ich hier noch bemerken, daß der ^(MOoVoz*) in Zeile 1 doch
wohl am ehesten auf Ostia bezogen werden sollte; unser Wissen über Rechts-
stellung* und Beamtenschaft Ostias scheint freilich vorläufig* nicht über das hinaus-
gedrungen zu sein, was Dessau CIL XIV p. 4. auseinandergesetzt hat.
Wien. WILHELM KUBITSCHEK

) Vgl. Dessau CIL XIV p. 2 (insbesondere Anm. 6) und p. 481.
 
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