Institut Français d'Archéologie Orientale <al-Qāhira> [Editor]; Mission Archéologique Française <al-Qāhira> [Editor]
Recueil de travaux relatifs à la philologie et à l'archéologie égyptiennes et assyriennes: pour servir de bullletin à la Mission Française du Caire — 26.1904

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DEMOTISCHE MISCELLEN

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DEMOTISCHE MISCELLEN

VON

WlLHELM SPIEGELBERG1

XXI. Bemerkungén zu dem demotischen Text der Rosettana.

XXII. Isis NetpEpinfc.

XXIII. Der Gott Me«rc«rftjMç.

XXIV. Ein bilingues Mumienetikett der Strassburger Bibliothek.

XXI. — BEMERKUNGEN ZU DEM DEMOTISCHEN TEXT

DER ROSETTANA

Die vortrefflicbe VerôfEentlichung und Bearbeitung des deraotischen Textes der
Rosettana durch J. J. Hess' bat uns endlich in die Lage gesetzt, auch den philologischen
und epigraphischen Detailfragen sicberer als bisher gegenùberzustehen. Trotzdem die
Ûbersetzung und Lesung ira Grossen und Ganzen feststeht, sieht es doch noch mit
diesem Text ebenso aus wie mit jedem àgyptischen Text, mag er hieroglyphfsch
oder hièratisch abgefasst sein, — in Einzelheiten bleibt noch Manches zu tliun. Ich
will heute 2 Stellen herausgreifen, fur die ich jetzt eine richtige Lesung und Ûber-
setzung vorscblagen zu kônnen glaube. In Zeile 13 heisst es von dem im busiritischea
Gau gelegenen Lykopolis :

['ïo-s(?)] 'nb (sic) m tr-t ni sbl-w hr (sic) k\-t (ûc) nb r von stbh 'si sbti nb p>(j)s hn
« welches von den Feinden mit allen Arbeiten befestigt worden war, indem viele Rû-
âtungen und aile Vorbereitung darin waren ». Der griechische Text ubersetzt das durch

« (ôvupa)jj.évT) Tîpà? rcoXtopxîav fe).iov te 7:apa0saE; oaii),E3TÉpqi y.a: t^ a).).r, j£Opï)«f(qf Trdtaï) ».

Dazu ist zunâchst belreffs der Lesung zu bemerken, dass 'nb die nâchstliegende
Auflôsung der betrefîenden deraotischen Gruppe ist3, nicht 'nk mit ^ geschrieben,
wie Hess will '. Man braucht nur zu vergleichen, wie das 6 in derselben Zeile (stbh)
geschrieben ist, um auf unsere Lesung gefuhrt zu werden. Die von Hess vorgeschla-

1. Siehe Recueil de Travaux, XXV, S. 6 fï.

il. Der demotische Teil der dreisprachigen Inschrift ton Rosette. Freiburg (Schweiz), 1902.

3. Dazu stimmt ùbrigens auch die von Boudant vorgeschlagene Emendaiion des Décrètes von Daman h ur
{Recueil, VI, S. 19).

4. Das M in failli und kltn (s. das Glossar) hat a m rechten Ende noch einon aufgebogenen Strich.
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