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Institut Français d'Archéologie Orientale <al-Qāhira> [Editor]; Mission Archéologique Française <al-Qāhira> [Editor]
Recueil de travaux relatifs à la philologie et à l'archéologie égyptiennes et assyriennes: pour servir de bullletin à la Mission Française du Caire — 26.1904

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https://doi.org/10.11588/diglit.12681#0175

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DIE «SUDPFLANZE» UND DAS EISEX BEI DEN ÀGYPTERX

165

Deutet'On., Xiv/l (ed. ClASCA) : ûree-mepigoerr, oô çot6îj<7Ete.

X. km', ist gewiss altes ^^"^^j m der Bedeutung « werfen »1, das Prototyp von
kopt. kijul n bewegen ». Dièse Bedeutung scheint schon Pop. Anast. I, 9/5, nachweisbar
zu sein, wo es von cinem faulen Schreiber heisst J <5 AJp"^X^JjX^|| ; ^«^=_J

_f ^ J?^0 i m « er hat sich nieht gerQhrt und ist nicht gelaufen seit seiner Ge-
burt». Auch im Demotischen liegt sie in folgender Stelle (Mag. London, 3/5-6) vor :

&r 'ra-/e f!6e 7-t n mi-t e-b-r-tj-w (= ïin*aoT) kim 'm-to r pn-w r p\ ke hr «Nimm 7
neueZiegel, noch bevor man sie weggenommen hat, um sie auf die andere Oberflàche
bêrumzudrehen ». Dièse Bedeutung «wegoehmen » dùrfte auch fur unsere Stelle zu-
treil'en ebenso wie in der oben erwâhnten Stèle Cairo 31145, wo das Verbum / t~
geschrieben ist.

XI. Also vom Todestage an bis zur Beisetzung waren 145 Tage verflossen, d. h.
nahezu das Doppelte der sonst ùblichen Zeit\

XII. Zu der Bezeichnung « Haus der Ewigkeit » ftir Grab vgl. die bekannte Stelle
bei Diodor, 1/51, nach welcher die Âgypter ihre Gràber àiSwt olxot nannten.

Dem Sebriftcharacter nach stammt die Stèle aus der rômischcn Kaiserzeit.

DIE «SÛDPFLANZE» UND DAS EiSEN BEI DEN ÀGYPTERN

ZWEI FRAGEN

von

WlLHELM SpIEGELBERG

Wie der Titel schon deutlich zeigt, denke ich im folgenden zwei Fragen mehr zu
stellen als zu lôsen, in der Hoffnung, dass sich andere bald dazu aussern.

I. — DIE SÛDPFLANZE

Was zunâchst die Lesung anlangt, so ist das jetzt ubliche kni keineswegs sicher.
Wie Hess {Rosettana, S. 72) gezeigt bat, ist das Demotische, auf welches man sich nach
dem Vorgange von Brugschj berufen hat, keine Stùtze dafùr. Leider ist die neuer-

dings durch Davies, Gebrawi, 11/7, bekannt gewordene voile Schreibung ^ _o^j_

an der entscheidenden Stellen unsicher, denn man kann çgp ^zz* oder c i vielleicfat

1. Siehe lebéburb, Sphinx, 111/88-89.

2. Siehe Griffith, Stories of the liigh firiests, S.

3. À. Z., 1868, S. 13 11'.
 
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