Pfannmüller, Ludwig
Die vier Redaktionen der Heidin (Palaestra, Band 108) — Berlin, 1911

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Vgl. noch G. Paris, Journal des Savants 1895, S. 294. Imi-
tationen der beiden französischen Novellen weisen die Editoren Le
Roux de Lincy (1841) und Jacob (1858) nach.

S. 129 habe ich wohl die Übereinstimmung zwischen Heidin und
Kindheit zu ernst genommen. Die in den beiden Versen ausgedrückte
Geste scheint typisch zu sein; so heißt es auch in der ausgezeichneten
Parodie „Tristan als Mönch" 2601 er greif ir an daz houbet.

S. 173, Zeile 20 füge ich zu dem Reim von m:n hinzu man :
nam 027 (im Apparat von I 377 f.).

S. 175, Zeile 8 v. u. Die Konjektur in 1462 ziehe ich zurück,
womit der Reim 1461 f. nicht mehr hierher gehört.

Zu S. 181 füge ich den angeführten Belegen für das Zungen-
motiv noch bei Grimm Märchen 60 und 111, wozu die Anmerkungen
einzusehen sind. Ich bemerke noch, daß wir Otn. 547 eine fast epi-
grammatische Formulierung unseres Motives finden :

Siver des wurmes houbet bringet, der hat den wurm erslagen,
od aber zerhouwen die zungen, dier im munde hat getragen.
Stcer das houbet äne zunge bringt, der hat dich betrogen:
Sicer aber die zunge füeret, der hat dir niht gelogen.
S. 211. Durch die aus dem kurz zuvor erwähnten Friedrich von
Schwaben stammenden Beispiele der Bezeichnung maget für eine ver-
heiratete Frau wurde ich zu einer wahrscheinlich falschen Interpreta-
tion von IV 1012 veranlaßt. Viel wahrscheinlicher ist in

Von im so schiet diu vroxme maget
maget als prädikative Apposition anzusehen.
I 140 1. Wonte.

I 181. 185. 435. 701 hätte ich schreiben sollen diu nuere (vgl.
1114).

I 445 1. sicaz.

II48. Aus zweifelhaften metrischen Erwägungen sowohl wie
durch Schreibungen der Hss. oder unklare Reime beeinflußt habe ich
einige sw. Praeterita in den Text gestellt in einer Form, wie sie wohl
für das Gedicht zu jung ist. Es ist hier zu lesen sümte, ferner
erbeizte 103, laste 189. 916, dunte 223, geleinte 249, bedacte 200S.
Der Reim 409 f. kann auch lauten Schafte: hafte, da Lexer einen
Plural schafte belegt.

II 216 1. Geschdchzabelt.
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