Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 27.1902

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DIE ARBEITEN ZU PERGAMON 1900 — 1901.

VORBERICHT.

Am Schlüsse unseres Berichtes über Arbeiten in Pergamon
in diesen Mitteilungen 1900 S. 240 gaben wir der Forderung
Ausdruck, dass die grosse wissenschaftliche Aufgabe der Unter-
suchung der Attaliden-Stadt, nachdem sie einmal von Deutsch-
land aus in die Hand genommen sei, in ihrer allmählichen
Durchführung als eines Ganzen gesichert werde. Die Hoffnung,
die wir dafür hegten, will sich jetzt erfüllen. Das ist zu danken
zuerst der Verwaltung der Königlichen Museen zu Berlin. Sie
hat die Fortführung der von ihr begonnenen Untersuchungen,
welche über die den Museen gesteckten Grenzen schon mehr-
fach hinausgewachsen waren, bereitwilligst, zunächst auf fünf
Jahre, dem archäologischen Institut überlassen. Zu danken ist
es dann der Kaiserlichen Reichsregierung, welche bescheidene,
aber voraussichtlich hinreichende Mittel dafür laufend in den
Instituts-Etat einzustellen genehmigte, und dem Reichstage,
welcher diese Mittel auch seinerseits bewilligte. Ganz wesentlich
zu danken ist dann aber auch für das unseren Absichten be-
zeigte Entgegenkommen der Ottomanischen Behörden, indem
sie auch bei dem Neubeginn der Arbeiten diese durch ihre
Anordnungen auf das wirksamste förderten. Hier ist Hamcli
Beys Name wieder einmal mit der hohen Anerkennung, welche
die Altertumswissenschaft ihm auch sonst schuldet, zu nennen,
so wie der seines Bruders und Mitdirektors Halil Edhem Beys.
Wie ferner in Smyrna bei dem Chef des Vilayets Kiamil Pascha
und dem Direktor des Unterrichtswesens Na'ili Bey, so haben
wir auch in Pergamon selbst nur Begünstigung gefunden. Es
ist unmöglich, vom Kai'makam bis zu so vielen Bewohnern Alle
zu nennen, denen wir dankbar sind. Als ottomanischer Konser-
vator der Altertümer dazu berufen, hat namentlich Dimitrios
K. Tscholakidis zugleich einsichtig die Pflichten seines Amtes

ATHEN. MITTEILUNGEN XXYII.

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