Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 27.1902

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DIE ARBEITEN ZU PERGAMON 1900 — 1901

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unter der Αΐολίς sicherlich die Phyle, nicht die Landschaft zu
verstehen. Dass alle drei pergamenischen Herrschernamen in
den Phylen enthalten sind, zwingt auch dann nicht zu einem
chronologischen Schlüsse, wenn man die Einheitlichkeit der gan-
zen Einrichtung voraussetzt. Denn es können Umnennungen zu
Ehren neuer Herrscher vorgekommen sein.
Lehrreich sind endlich die Eigennamen. Barbarisch klingt nur
Γαλέστης (135 B 6, Γαλέτης Aelian var. hist. I 30), dialektisch ist
nur Θευδ - - (116). Auch gewähltere Namen wie Χάροψ, Σκύμνος,
Σκαμάνδριος sind selten. Die Mehrzahl der Neubürger, unter
denen gewiss manche von nicht·griechischer Abstammung waren,
zeigt die Eintönigkeit der späteren griechischen Namengebung.
Notiz.
Nach brieflicher Mitteilung Dörpfelcls ist bei den Ausgrabungen im Herbst
1902 das Monument, von dem die Listen stammen, mit zahlreichen neuen Bruch-
stücken aufgefunden. Es ist ein hellenistischer Tempel korinthischen Stiles ober-
halb des Brunnenhauses am Südabhang.
113. Block in die abgerundete Mauer des letzten türkischen
Friedhofes (auf der linken Seite des Weges nach Dikeli) ver-
baut. Der Stein scheint oben beschädigt, unten, rechts und links
vollständig zu sein; 0,17 hoch, 0,685 lang. Abschrift von Kolbe.
.Πο]σιδίππου Άτταλίδος
.Μ[ε]νεμάχου Φιλεταιρίδος
.ο ς Δημάρχου Θ η β α ί δ ο ς
5 5Απ]ολ[λ]ώνιος Μενεστράτου Κριτωνίδος
Τ](ε) ιμόΕεος Τειμο (θέ) ου Ευβοίδ [ο] ς
Ζ. 5 Ls Kolbe an dem links stark verscheuerten Steine
. . ΟΑ.ΩΝΙΟΣ, Z. 6 am Anfang ΣίM, weiterhin ΤΕ1ΜΟΩΣΟΥ,
wo in der That der Abklatsch einen Fehler des Steinmetzen zu
bestätigen scheint.
114, Höhe der Quader mit 0,19 vollständig erhalten, auf bei-
den Seiten abgebrochen, 0,25 breit; in der Oberseite ganz links
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