Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 27.1902

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INSCHRIFTEN AUS AKARNANIEN

331

Z. 3 Διον ?]υσιος; wohl Fragment einer Namenliste.
2. Künftige Besucher seien hingewiesen auf die Reste eines
Epigramms in der 'Kirche oben im Kastro ,. Der Abklatsch
lässt mit Sicherheit nur
ΟΝΕΥΝΟΜΙΑΣ
zum Schlüsse erkennen. BH 2,5 cm, ZA 1 cm.
Palairos und Umgegend (CIGSept III 464—482). Die Bemer-
kung Dittenbergers zu 473 clapides n. 4.73 — 482 inventi sunt in
vico Zaverda3 lässt sich nicht aufrecht erhalten, auch findet sie
in Cousins kurzem Vermerke cZaverdha.— Chez Georgios Tsa-
kalis3 keinen Rückhalt. Sämtliche Inschriften stammen viel-
mehr aus Kechropula - Palairos, wie mir von den verschieden-
sten Seiten versichert wurde ; vorgefunden habe ich nur noch
473, 476, 480. Dittenbergers Annahme — mit Bursian und Löl-
ling gegen Heuzey und Oberhummer—, dass das heutige Za-
verda die Stelle des alten Sollion einnehme, bleibt trotzdem zu
Recht bestehen ; auf das tief landeinwärts auf steiler Höhe ge-
legene Plagiä lassen sich Thukydides’ Worte III 95,1 παρέ-
πλευσεν ες Σόλλιον in der That nicht beziehen. Nach der
Eroberung durch die Athener und Auslieferung an Palairos
(431 v. Chr.) wird Sollion eben nur noch als Hafenplatz von
Palairos gedient haben (vgl. Bursian Rhein. Museum 1861, 437 ;
Geographie von Griechenland I 115). Auf'dem Ritte von Za-
verda nach Kechropula, der bei langsamem Tempo etwa I 3/4
Stunden erfordert, berührt man übrigens etwa eine halbe Stunde
von Zaverda entfernt bei Spasmeni Vryssi eine ziemlich ausge-
dehnte Trümmerstätte, die nähere Untersuchung verdiente.
Im Norden und Süden unterhalb der Mauern Kechropulas 1 *
liegt ein antikes Grab geöffnet neben dem andern ; über und
in ihnen gedeihen vortrefflich Saaten und Reben. Dass hier
wie in Hagios Wassilios - Thyrreion von alters her besonders
zahlreiche Kleinfunde gemacht werden, ist bekannt; dass der-
selbe Mann wenige Monate nach meiner Anwesenheit Noack
1 Der Plan bei Heuzey Le mont Olympe et ΐAcarnanie, pl. X ist falsch ori-
entiert, wie Noacks Aufnahme zeigen wird. Für die folgenden Bemerkungen
genügt der Flinweis, dass der Pfeil bei Heuzey westwärts zielt.
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