Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 27.1902

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INSCHRIFTEN AUS AKARNAN1EN

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Palaeros S.491 Nr. 72—76 keine entsprechende Inschrift, wohl
aber S.491 Nr. 91 cä H°s Hilias (Heraclee) ΚΑΛΛΑΙΣΧΡΟΥ
(—CIGSept III 526). Die beiden Inschriften werden identisch,
die Kallaischros-Inschrift nach Palairos zu verweisen sein ; sie
wird bei Heuzey durch ein Versehen bei der Redaktion den
Platz der Apellichos-Inschrift (s. unten S.351) usurpiert haben.
Dass beide Schreibungen, mit einfachem wie mit doppeltem Λ,
möglich sind, zeigen Bechtel-Ficks Zusammenstellungen a. a. 0.
S. 157 f. Die Bezeichnung von Ivechropula als Myrtuntium in
den Transactions geht auf Leake zurück, der diesen Namen für
die Ruinen Kechropulas, nach dem See zu ihren Füssen, bereits
Travels in northern Greece IV 24 vorgeschlagen hatte. Auf
Leake gründete sich also Le Bas’ Fundangabe cMyrtunte' zu
CIGSept III 465 ; damit ist Dittenbergers Vermutung, dass
diese Inschrift Palairos zuzuteilen sei, als richtig erwiesen.
Thyrreion (CIGSept III 483 — 512).
21. Nach Abklatsch und Abschrift. Zwei zusammenstos-
sende Blöcke, jeder 52,5 cm hoch, 50 cm tief, der Block mit
dem Epigramm 120 cm, der rechts anstossende 67 cm lang.
Das Epigramm tritt bis auf etwa 5 cm an die linke Seiten-
kante heran, mit 24 cm Abstand von der Oberkante, 13,5 cm
von der Unterkante. BH 1,2 cm, ZA 0,5 cm. ΑΜΝΤΤΣ sorgfältige
Apices. Von der prosaischen Inschrift steht ΑΥΤΑ 3 cm ober-
halb des Epigramms, dicht an die linke Seitenkante gerückt,
in etwa 40 cm Abstand davon auf beide Blöcke verteilt
ΛΕΩΝ|ΟΣ. BH 6 cm.
ΑΥΤΑ ΛΕΩΝΟΣ
Kai λόγον αυξήσαντα και εν λιγυάχεσι Μοΰσαις
κεκριμένον κρύπτει Σώπολιν αδε κόνις,
Θυρρείου ναετήρα, μεγαυχήτοιο Λέοντος
κούρον, άμωμήτου σωφροσύνης κανόνα'
5 ον πας μέν φιλέεσκεν, υπερφιάλων δε προς εχθρών
[ώ]λετο φοινίξας άπροτίοπτον ’Άρη·
[ά]TC ει και νέος ήλθεν υπό ζόφοι', ου μέν άσάμως
[τάν] άρετάν λείπει ζώσαν ύπ’ άελίωι.
Wir besitzen in diesem Grabepigramme auf Sopolis, den
Kanon untadliger Sophrosyne—wie Polyklets Doryphoros nach
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