Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 27.1902

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INSCHRIFTEN AUS LEUKAS.

CIGSept III 1 534 — 599> 9^9 — 99°.

Dass dem letzten Herausgeber der Inschriften von Leukas,
W. Dittenberger, die Συλλογή των Λευκαδίων επιγραφών von
I. Ν. Stamatelos nicht im Originale Έφημερ'ις των φιλομαθών,
20. Dez. a. St. 1868, S. 1653— 1671, sondern nur im Auszuge
in dem mir in Strassburg nicht zugänglichen Bulletin de l'licole
fran<;aise d’At/ienes I 1868 S.91 ff. zu Gebote gestanden hat, hat
verschuldet, dass der zehnjährigen Arbeit des leukadischen
Scholarchen nicht die verdiente Anerkennung zu teil geworden
ist. Er hat seine Inschriften von allen Seiten zusammengetragen,
Fund- und Standorte, Material, Maasse und Ornamentik ver-
zeichnet, Anordnung der Zeilen und Buchstabenformen nach
bestem Vermögen wiedergegeben ; dass die Interpretation des
öfteren seltsame Irrwege wandelt, darf den Dank für die δεκαε-
τείς κόπους και έρευνας nicht schmälern. Ich werde die aus den
Bemerkungen von Stamatelos zu gewinnenden Nachträge zu
CIGSept in möglichster Kürze vorlegen, indem ich mich der
Nummernfolge Dittenbergers anschliesse und einiges ander-
weitige Material hinzunehme und verwerte; eine Reihe von
Abklatschen verdanke ich E. Krüger.
534, auf Grund der Onomatologie von Gardner und Ober-
hummer Leukas zugewiesen, ist von Fränkel in Verona vergli-
chen worden; Z. 1—2 hat er zum ersten Male, Z. 3 vollständi-
ger denn früher abgeschrieben. Es ist zu bedauern, dass für
Z. 1 — 5 die Zahl der rechts und links ausgefallenen Buchstaben
nicht genauer angegeben ist, da ein Blick in den Majuskeltext
zeigt, dass z. B. Z. 3 f. die in der Umschrift aus C1G 1846
übernommenen Worte έν τάδε τα δόσει überschiessen. Ob ει δέτ[ι
τών πρ ο | γεγρ α] μ μεν ω ν zu ergänzen, ob Z.4f. γέγραπ[ται, τά | περι-
ό]ντα etwa durch γέγραπ[ται, τά ύπάρ|χο]ντα zu ersetzen ist, lässt
sich nur vor dem Steine oder einem Abklatsche entscheiden.

ATHEN. MITTEILUNGEN XXVII.

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