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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 17.1941/​1947(1941)

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https://doi.org/10.11588/diglit.42016#0368

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die ?u den, vor der Xlo8tergründung bier liegenden Läu8srn gebürt babsn
niÜ88en. Oie Oruben batten bei unregelrnäbig reebteekiger bi8 tzuadrati8eber
Lorin einen Ourebrne33sr von etwa 2 rn und waren 0,6 in in den gewaeb8enen
Land eingetielt. Ibre Länder wären init arrndicken Llo8ten verateilt, die in ^.b-
8tänden von dureb8cbnittbeb 0,25 in eingerainrnt und dureb La8ebinsn rnit-
einander verbunden waren. Von den auf der Obertläcbe de8 gewaeb8snen Lo-
den8 liegenden ^.bdeekboblsn batten 8ieb gleieblall8 Le8te erbalten. Orube 1
entbleit reiebliebs8 Leberbenrnaterial, da8 8ieb 2u niebreren Lugeltüpken rnit
tlaebern Loden, ^ieinlicb weiter Öllnung und 8Lbarlein Landproül ergänzen
lieb (^.bb. 17). 7Vn Verzierungen er8ebeinen auf der Lebulter von tlaeben Lilien
eingelabte V^ellenlinien und Larnineindrüeke. Oie Vöpke 8ind klingend bart
gebrannt und von 8ebwar^er Larbe.
Oa der über den Oruben liegende Lriedbol 1275 eingeweibt wurde — die Llo-
8teranlage 8elb8t wurde er8t 1292 fertig —- inubten die ?u den Oruben ge-
börigen Läu8er vorbsr bs8eitigt 8ein. Oainit gewinnen wir einen terrninu8 ante
für die ^eitlicbe 7l>.n8et^ung der Lerarnik.
7^.ueb lür den Lau der älte8ten Ltadtbäu8er, vor allein für die Orübe der Lol-
8tätten, baben die Orabungen wiebtige ^.uf8eblü886 ergeben. Oie Verteilung
der genannten Oruben rnacbt e8 8ebr wabr8cbeinlieb, dab 8ie ^u drei Läu8ern
gebürten, von denen 2:wei rnit ibrer Lront3eite auf die Liet8trabs, eine8 auf die
Lietga886 8tieb. I8t die3e TVnnabine ricbtig, 80 ergeben 8ieb für die ur8prünglieb
angenonnnene Oröbe der Lok8tätten bedeutend geringere lVlabe. Lür die an der
Liet8trabe gelegenen Läu8er darf inan sine Lrsite von 11,5 in und eine Viele
von etwa 24 in annebrnen. Oa8 in der Lietga88e gelegene Lau8 rnub noeb ge-
ringere ^.U8lnabe gebabt naben.
7^.ueb über die Lauart die8er älte8ten Läu8er konnten einige wiebtige Leob-
aebtungen gernaebt werden. In den bi8 2,5 in tiefen ^.U88ebacbtungen, dis bi8
1,6 rn tief in den gewacb8enen Loden binabreicbten, Zeigten 8ieb nirgend8
Lpuren von Lundainsntgruben, lVlörtel- oder Vroekenrnauerwerk oder gar
Lfo8tenlöcber. Lei der /iU8debnung der ^.U88ebaebtung und bei der Lebärle;
init der 8ieb )eder LingriK in deni bellen Land abbob, bätten 8olcbe Lpuren
unbedingt erkannt werden inü88en. ^.U8 ibrern Leblen darf inan wobl den
Leblub sieben, dab die älte8ten Ltadtbäu8er keine in den gewacb8enen Loden
reiebenden Lub8truktionen be8aben, vielinebr nur rnit Lol^8cbwe11en auf der
alten Oberlläebe aufgs8et^t waren.
lVltbl. 110 Villingen. — Verbleib: Leirnatinu8euin Villingen. (Levelbo)
VVablwie8 (Ltoekaeb) „Weingärten".
1939 wurde bei Lanali8ation8arbeiten dureb Lrei83cbulrat Leiebel-Ltoekacb ein
Lkelettgrab freigslegt und geborgen. Oie Ls8tattung eine8 jungen lVIanne8 lag
0,3—0,4 in tief, gewe8tet (Lopl irn <Ü8ten, Lbek naeb ^Ve8ten) in norrnaler Lük-
kenlage, links Land irn Lebob. ^.ul dein Orabboden urn den Lox>l rnebrere
Lteine (Landfein, Lalk und ein Oranit8tück), vislleiebt von einer ^.rt Ltein-
8et2ung, wie 8is in rnerowingi8eber 2eit übbeb waren.
Lnter dein Zweiten Lal8wirbel lag sin au8 Llei gsg088ener vierkantiger Läget,
10,7 ein lang, init 8ebeibenfürrnig-6acbern und nur 2ur Lallte au8gebildetein
Lox>l, Oin. 3,5 ein, Oicke 0,4 ein. In der Orabaullüllung lagen robe Leberben,
einer init grünlicber Ol38ur und ein ^ugericbteter Leuer8tein.
lVltbl. 135 Ligeltingen. — Verbleib: Leirnstinu8euin Ltoekacb. (Oar8eba)
 
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