Beck, Paul [Editor]; Hofele, Engelbert [Editor]; Diözese Rottenburg [Editor]
Diözesan-Archiv von Schwaben: Organ für Geschichte, Altertumskunde, Kunst und Kultur der Diözese Rottenburg und der angrenzenden Gebiete — 15.1897

Page: 64
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sechon als um sechtzig oder sybenzig Zar,
niit eynem laugen binnen Bart, aber
bleych von färb und uff syneiu Haupt
hat er ein har, ist gar ein siltz; das ist
elwau eins tellers breyt und eyuer Hand
dick. Und mitten in siuem har durch den
filz ein loch bis uff den topf glich wie
ein Priester ein platten, auch hangend in
die andren har uff die achsel und schier
die äugen wie ein wyb. Es wellen auch
etlich, er Hab kein bain im Haupt, es
syg ytel flaisch. Aber mit syner kley-
diuig gabt er schlackst; ein tyeffe schlappen
nff einen lideren hntt. Darüber uff die
Türckischen ardt ein bösen rock, schlackst
thnch und lideren Hosen; aber keynerley
gwer, dan ein achs und ei» eysen stab.
Und läufst das volck nff den berg in zu
sechen, wie die fardt gen Rägenspnrg zu
der schönen Marien gewäst ist. Gott
wehst, was darus würden würdt. Datnni
den 13. tag Hornnngs, im 46. Zar.
Staatsarchiv Lnzern. Allstem. Abschiede
Band Ist. Or. Th. v. Li eben au.
9. Papierpreise in Ravensburg.
31 Mertzen jm 1582 Zar nam
von nur der Herr Petter, knecht zu
Lnzern, bapir und zalt mier baar mit
Phillipischen thaller», dem ist wie volgt,
die thaler pr 50 batzen. Erstlich 12
ryßen mit dem I und 4 ryßen mit dem
G gut schreib bapir, jeden ryßen um 18
batzen, thnt 19 sl., 3 batzen. mer ain
ryßen klein, 2 dnrnley, um 13 batzen.
mer 4 buch grau bapir nm 6 kr. mer
ums faß und zuznziehen 5 batzen mer
fnrlon zalt byß gen Buchhorn 5 batzen
thnt in Summa 20 fl. 12sts batzen
vkl ncki zalt wie oben vermeldt
E. G. W.
HanS BenttlerH zu Rauenspnrg.
st Der NameBent(t)ler, Beitlerrc. konunt sowohl
in dem Ravensburger Bnrgeranfnahmebnch
von 1324—1436 (s. Eben, I. S. 513) als in
dem von 1550—1670, und A. Gvldschmide:
Kvnr. B. 1561; Matth. B. 1591; Hans B. 1603;
Jak. B. 1605 und 1631 vor. Im alten Fried-
hof von Ravensburg ist beim östlichen Eingang
links noch ein Grabdenkmal des 1628 daselbst
verstorbenen Apothekers Elias Beitler und seiner
Ehefrau angebracht. Der in der w. Landes-
beschreibnng IM S. 295 und III. S. 755 an-
geführte (in den Büchern von Eben und Hafner
nicht besonders erwähnte) Kupferstecher Jak.
Beutler aus der zweiten Hälfte des 16. Jahr-
hunderts ist wohl mit dem (allerdings etwas

Numero Mitteillmgen.
Die „Sterne Sn lins". Den im „Deut-
schen Bvlksblntt" Nr. 18 l vom 23. Januar d. I.
aufgeführten 9t e ck a r sn lmerBe r ü hmtheite n
dürste noch anznreihen sein N. Anton War-
mnth ans dem Benediktinerklvster Drallers-
dorf in Bayern (geb. am 29. April 1700 zu
Ncckarsnlm), welcher im Jahre 1744 als Pro-
fessor der Mathematik an die Benediktinernni-
versität Sa lz b ur g kam und diesen Posten vier
Jahre lang begleitete. Bei seiner Rückkehr in
das Kloster wurde er Prior und später Probst
von Inkofen, wo er am 20. September 1767
starb. In der Rotnla heißt es von ihm: „In-
Asntein scriptorum eruäitions rregne ao sleALnti
mann pruestautissimoruin raalsin relingusns."
- de.

Nachtrag zu Nr. 1 und 12 von 1 895,
S. 16 und 192.
Eine weitere und zwar noch bessere Quelle
über das Verhallen Napoleons auf seiner Ver-
bannnngsfahrt von Fontainebleau nach Elba
ist die im Jahre 1874 zu Wien bei Will). Brau-
müller erschienene, ans den zuverlässigen Auf-
zeichnungen des österreichischen Kommissärs des
F-cldmarschalllientenants Franz von Koller
fußende, interessante Schrift des bekannten öster-
reichischen Historikers Jos. Alex. Freiherrn von
Heifert. (85 S.)
Umwucen.
Zwei Perlen der modernen theo-
logischen Uilteratnr. Unter dem vielen
Guten und Schönen, das der katholische Bücher-
markt gegenwärtig aufznweisen hat, verdienen
besonders die beiden Werke des Würzburger
Professors (und gegenwärtigen Rektors) i)r.
H. Schell eine weitgehende Beachtung. Es sind
dies seine „Katholische Dogmatik" in 6 Büchern
und „Die göttliche Wahrheit des Christentums"
in 4 Büchern, letzteres im Erscheinen begriffe».
(Schöningh, Paderborn.) Als besondere Vorzüge
dieser Werke sind zu rühmen: 1. Die originelle,
großartige und tiefe Auffassung und Darstellung
der katholischen Lehre; 2. warme Begeisterung
für die Kirche und die religiösen Ideale; 3. strenge
Wissenschaftlichkeit und kritischer Scharfsinn.
(„Reichspvst.")
späteren) vorgenannten Goldschmied gleichen
Namens identisch, wenn man in Betracht zieht,
daß damals Goldschmiede häufig nebenher in
Kupfer stachen, beziv. radierten. Es giebt übrigens,
worauf aufmerksam zu machen ist, auch einen um das
Jahr 1550 angeblich zu Augsburg gebvreuen,
uni 1582 in Ansbach thätigeu, mit der irr der
lv. Landesbeschreibnug genannten Persönlichkeit
fast gleichzeitigen Kupferstecher.M ntthiasBeut -
ler (auch Beytler), dessen Bl. sehr selten sind.
Man kennt u. n. von ihm: das Tierbüchlein,
gemacht in der fürstl. 'Stadt Ounvltzbach w. bei
stef. Hermann, Burger und Goldschmied (1582),
12 Bl. mit Abbildungen verschiedener Tiere;
dann das Rvsenbüchlein, 11 Bl. mit verschiedenen
Figuren, ebendaselbst n. s. w. Die Red.

Stuttgart. Buchdruckerei der Akt.-Ges. „Deutsches Volksblatt".
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