Beck, Paul [Editor]; Hofele, Engelbert [Editor]; Diözese Rottenburg [Editor]
Diözesan-Archiv von Schwaben: Organ für Geschichte, Altertumskunde, Kunst und Kultur der Diözese Rottenburg und der angrenzenden Gebiete — 15.1897

Page: 81
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läerausgcaeben und rodigieit von Amtsrichter a. D. Bert, in Kabciipburct-
Beiträge, Kvrre sp o » dc n z c n w,, Reze n s ionS - Ere inplnre, Tanschzeitschiisten -c. tvollcn
stets direkt nn Amtsrichter a, D. Beck in Ravensburg, Bestellungen und Neklnmativnen an
die Expedition deS „Deutschen VvlkSblatts" in Stuttgart, UrbanSstrasje 94, gerichtet werden.

^1^« b.

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Im Juni 1897. Redaktion nnd Verlag des
„ Diöccsan - A r ch iv von Schwabe»".

Mürtteiuliergcr Orronprediatou auh
dem l6. Kalirhuuderr.
Von vr, N. PanlnS in München.
Der Abschnitt, de» Ja nsscn in seinem
von Pastor ergänzten nnd heransgegc-
bcnen VIII. Bande der „Geschichte des
d. Volkes" dem Hexenwesen gewidmet hat,
ist wohl einer der gründlichsten nnd interes-
santesten des ganzen Werkes. Die Dar-
stellung ist hier so ausführlich (S. 494
bis 694), das; man mit Recht von einer
Monographie sprechen kann. Da jedoch
diese Monographie i» das Gesamtwerk ein-
gegliedcrt werden mußte, so konnte der Kürze
halber Verschiedenes darin keine Aufnahme
finden. Im folgenden sollen nun einige
Würltcmbcrger Hexcnpredigtcn besprochen
werden, die entweder von Janssen nicht
verwertet, oder von Pastor nur in einer
kurze» Anmerkung erwähnt worden sind.
Die ersten der hier anznführenden
Hexcnpredigtcn wurden 1903 von Mar-
tin Plantsch in Tübingen gehalten.
Plantsch,') ans Dorn steilen in Würt-
0 Brgl, über ihn I. st'Ioser, Vitae Nrotenso-
rum rukingensium orNiiiis NNiecikcizpci. veeaü
Nriinn, Mudingae 1718, S, 47 ff.

tcmberg gebürtig, war am Anfang des
16. Jahrhunderts Professor der Theologie
an der Tübinger Hochschule; zugleich versah
er daS Amt eines Pfarrers an der dom
tigeu Gcorgskirche. Nun geschah eS, daß
im Jahre 1305 zu Tübingen eine Hexe
verbrannt wurde. Eine solche Hinrichtung
war damals noch etwas Ungewöhnliches;
daher erregte dieselbe in der Stadt daö
größte Aufsehen. Neberall unterhielt man
sich über den grausigen Vorfall, wobei in
den VolkSkreiscn manche irrige Ansichten
über das Hcxenwcscn ausgesprochen wur-
den. Die einen stellten die Hexen als
Wesen dar, die mit übermenschlichen Kräften
ansgestattet, nach Belieben allerlei Unheil
anrichtcn könnten; andere murrten wider
Gott, daß er den Teufel und dessen Werk-
zeuge frei schalten und walten lasse; an-
dere wurden durch solches Gerede mit
Angst erfüllt. Um die aufgeregten Ge-
müter zu beruhigen hielt Plantsch eine
Reihe von Predigten, deren Inhalt er
anfangs 1307 in lateinischer Sprache der
Ocffentlichkeit übergab?) Er wollte in
0 Opunculnm cle sagst-; makeücis Martini
Nkantscb coiicienatciris 'Nudingensis. Nborcas
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