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menten aus Sandstein besteht. Auf dem Hof
Nr. 8 steht ein Treppenspeicher, der 1839 in
Hochrähmzimmerung mit eingezapften An-
kerbalken errichtet und in der 2. Hälfte des 19.
Jh. um einen weiteren Speicherteil verlängert
worden ist. An einer Giebelseite kragt das
Dach über der einfachen Treppenstiege vor.
Unter seitlicher Dachabschleppung ist ein of-
fener Unterstand angebaut. Ein Treppenspei-
cher der gleichen Bauweise aus der 1. Hälfte
des 19. Jh. steht auf dem Hof Nr. 4. Das Häus-
lingshaus liegt etwasabseitsderübrigen Bau-
ten mit einer Langseite an der Dorfmarker-
straße. Der kleine Fachwerkbau mit Ziegel-
ausfachung, derum 1880 errichtet worden ist,
besitzt eine (heute zugemauerte) Toreinfahrt
an der Giebelseite und einen kleinen Schup-
penanbau.
BERGEN-BELSEN

Belsen liegt 3 km südwestlich der Stadt Ber-
gen. Die Landesstraße 298, die hier die
Grenze zum gemeindefreien Bezirk Loh-
heide bildet, durchquert den Ort in Nord-Süd-
Richtung. Der überwiegende Teil von Belsen
gehört jedoch zur Gemeinde Bergen. Bis ins
17. Jh. bestand Bergen aus fünf Höfen. Seit-
dem kamen nur einzelne Stellen hinzu.
Die meisten der bäuerlichen Bauten sind in
der 2. Hälfte des 19. Jh. und später entstan-
den, viele sind in Ziegelmauerwerk errichtet.
Der Hof Nr. 5 am nordöstlichen Dorfrand be-
sitzt noch alte Bausubstanz. Neben dem
Zweiständerhaus mit Kübbungen istvorallem
der Treppenspeicher von 1801 bemerkens-
wert. Eristin Hochrähmzimmerung miteinge-
zapften Ankerbalken konstruiert. Die Trep-
penanlage befindet sich am hofseitigen Gie-
bel unter vorkragendem Dach. Parallel zur
Dorfstraße steht auf Hof Nr. 6 ein Treppen-
speicher mit dem gleichen konstruktiven Auf-
bau und einer ähnlichen Gestalt von 1806.

BERGEN-BLECKMAR

Bleckmar ist um 866 erstmalig genannt und
damit der älteste urkundlich erwähnte Ort im
Landkreis Celle. Der Flottsandhügel, der sich
östlich von Bleckmar bis nach Bergen er-
streckt, gehört zu den fruchtbarsten Gebieten
der Südheide. Die Bonität des Bodens war
Grund für die wirtschaftliche Bedeutung von
Bleckmar. Die alten Höfe liegen unter hohen
Eichen. Auch über das Grundstück zwischen
den Höfen Nr. 8 und 10 zieht sich ein dichter
Eichenbestand. Hier befand sich ehemals Hof
Nr. 9, der wohl im 17. Jh. östlich außerhalb
des Dorfes neu aufgebaut wurde. Auf diesem
Grundstück ist um 1930 ein DenkmaHür die
Gefallenen des Ersten Welkrieges errichtet
worden, das später auch den Gefallenen des
Zweiten Weltkrieges gewidmet wurde.
Auf Hof Nr. 2 sind die Bauten größtenteils um
die Jahrhundertwende entstanden. Das
Haupthaus von 1914/18 zeigt in Ausrichtung
und Gestaltung eine gründerzeitliche Va-
riante zum traditionellen Hallenhaustyp: Der
Wohnteil steht hier traufständig an der Straße.

Bleckmar, Hof Nr. 2, Wohnhaus von 1914/18, Brüstungszone


Bleckmar, Hof Nr. 2, Wohnhaus von 1914/18


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