Fimmen, Diedrich
Die Kretisch-mykenische Kultur — Leipzig, 1921

Seite: 16
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Fundstätten auf den Sporaden und Kreta

Kalabaktepe nur spärliche mykenische Scherbenfunde; westlich vom Kalabaktepe am Ostabhang
des Deirmentepe eine Nekropole von meist viereckigen Felskammern mit charakteristischen sich
oben verengenden Dromoi; in diesen lagen zahlreiche spätmykenische Vasen. Wiegand, 6. Be-
richt über die Ausgrabungen, Abh. Berl. Ak. 1908, 7ff. — Die typisch mykenische Grabform
neben den Ansiedlungsresten läßt keinen Zweifel, daß hier eine echt mykenische Siedlung,
nicht bloß Import mykenischer Vasen vorliegt. Daher rechne ich Milet zum heimischen Kultur-
gebiet im Gegensatz zum kleinasiatischen Ausland und reihe es den Inseln des Ägäischen
Meeres an.

Kalymnos. Mykenische Vasen aus Gräbern beim Hafen Pothia im Brit. Mus., London.
Class. Rev. 1887, 80. J. H. S. 1887, 446 ff.

Kos. Mykenische Vase aus Antimachia im Brit. Mus., London. M. V. S: 33. Der an-
geblich mykenische Kuppelbau des Brunnenhauses der Burinna südlich der Stadt Kos (Roß,
Aufsätze II Taf. V S. 389ff.) gehört in viel spätere Zeit. Arch. Anz. 1905, 13.

Nisyros. Ein Marmoridol in Berlin; Beschr. d. ant. Skulpt. Nr. 575.

Rhodos. Ialysos. Nekropole von Felskammergräbern spätmykenischer Zeit an zwei
Hügeln östlich von dem Burgberg Phileremos. M. V. S. lff. Funde im Brit.-Mus., London. —
Kameiros. Felskammergräber bei Kalavarda; M. V. S. 18 und 80f. — Lin dos. Dänische Aus-
grabungen: Steinbeile, eine Kykladenscherbe, spärliche mykenische Scherben; Mitteilung von
Blinkenberg. — Andere Nekropolen (Batoi, Apollakia, Kataviä) im Innern der Insel. Mykenische
Vasen durch den Kunsthandel nach Mannheim gelangt: Beispiele Helbings Auktionskatalog 1913,
S. 5f. Taf. 4; Arch. Jahrb. 1911, 259ff. [Annuario d. Sc. Arch. Ital. di Atene I 1914,369f.]

Karpathos. Schwarzes Kalksteinidol aus Pegadia im Brit. Mus., London; J. H. S. 1885,
235. Class. Rev. 1887, 27. Mykenische Vasen aus einem Grab M. V. S. 83. J. H. S. 1887, 449. Vgl.
Jahrb. 1911, 259.

n) Kreta

Übersichtliche Behandlung der kretischen Funde bis 1907 bei Burrows, The discoveries in
Crete, 1. und 2. Aufl. 1907.
Osten

Paläkastro. An den Abhängen des Hügels von Kastri (Ansichten B. S. A. VIII Taf. 15 und 16)
und in der Ebene und auf den Hügelwellen südlich vom Kastrihügel um Russolakkos herum ein
ausgedehntes Stadtgebiet (Pläne B. S. A. IX Taf. 6; X Taf. 4; XI Taf. 9 u. 10), besiedelt vom Be-
ginn der mittelminoischen bis zum Ende der spätminoischen Epoche. Ältere frühminoische Gräber
und Ostotheken im Stadtgebiet in der Gegend Hellenika am Kastrihügel und am Sarandarihügel,
B. S. A. VIII 290ff. X 197ff. XI 269ff. Pläne B. S. A. XI 270; ein spätmykenisches Kuppelgrab B. S. A.

VIII 303ff.; Kammergräber mit Larnakes B. S. A. VIII 297. X 227ff. XI 290ff. XII lff. Funde im
Museum von Candia. Fundberichte B. S. A. VIII 1902 bis XII 1906. Älteres Antiquary 1892, 115ff.
J. H. S. 1902 384f. — Ein mykenisches Landgut zwei Kilometer nördlich bei Kuramenos B. S. A.

IX 329ff. — Auf der 270 m hohen Bergkuppe Petsofä südlich von Russolakkos lag eine Kult-
stätte, von der viele mittelminoische Votivfiguren stammen, B. S. A. IX 356ff. Plan ebd. Taf. 7. —
Ein frühminoisches Höhlengrab und ein mykenisches Haus 5 km westlich bei H. Nikolaos
B. S. A. IX 336 ff.

Magasa. In gebirgigem Gelände südlich von Paläkastro neolithische Höhle und vier-
eckiges Haus, B. S. A. XI 260 ff. Funde in Candia.

Zakro. An einer geschützten Hafenbucht mit kleiner Küstenebene bei Kato Zakro ein
Akropolishügel mit Unterstadt, von der zahlreiche Häuser aufgedeckt wurden, und die vom Aus-
gang der mittelminoischen bis in die mykenische Zeit bewohnt war, B. S. A. VII 121 ff. 150ff. Zu
den wichtigsten Funden gehören Stempelabdrücke in Ton, J. H. S. 1902, 76ff.; Keramik, J. H. S.
1902, 333ff.; 1903, 248ff. — 4 km landeinwärts an der Schlucht des Baches bei Epano Zakro
frühminoische Höhlengräber, B. S. A. VII 142ff. — In der Nähe mykenische Siedlungsreste bei
Xerokambolina und Ambelis, B. S. A. VIII 147ff. — Funde in Candia.
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