Hager, Georg [Editor]; Bayern / Staatsministerium des Innern für Kirchen- und Schul-Angelegenheiten [Editor]
Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern (2,2): Bezirksamt Neunburg v. W. — München, 1906

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Thannstein.

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Zenger von Thannstein, den Ritter Jörg von Ebleben aus Sachsen und brachte ihm Burgruine.
einen Teil der Feste zu. Die andere Hälfte von Thannstein verkaufte Hans Zenger
1548 an Jörg von Ebleben. (Joh. Prem.) Die protestantischen Ebleben blieben im
Besitze bis 1632. 1633 wurde das Schloß von den Schweden zerstört. Am Fuße
des Berges erstand nun ein neues Schloß. Auch das alte wurde zum Teil wieder
bewohnbar gemacht, brannte aber am 4. Januar 1811 ab.

Fig. 88. Thannstein. Lageplan der Burgruine.

Die Burg liegt auf einer Kuppe am östlichen Ende eines Bergrückens. Der
Osthang der Kuppe ist mit kleinen Granitblöcken übersät. (Ansicht Fig. 89.) Der
Zugang zur Burg führt von dem am Südhange sich hinziehenden Dorfe Thannstein
herauf, durch einen tiefen Einschnitt, der den Bergrücken quert. Der Einschnitt ist
natürliche Anlage, aber künstlich vertieft. An seiner Ostseite steigen mächtige Granit-
blöcke auf, auf welchen die Mauer der inneren Burg ruht. östlich vom Einschnitt
liegt die eigentliche oder innere Burg, westlich die Vorburg mit den Wirtschafts-
gebäuden.
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