Kurpfälzer Jahrbuch: ein Volksbuch über heimatliche Geschichtsforschung, das künstlerische, geistige und wirtschaftliche Leben des Gebietes der einstigen Kurpfalz — 4.1928

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Zriedrich Daniel Bassermann

Von Dr. Zlorian Waldcck, M. d. L., Mannheim

In dem weiten Kvrridor des Mannheimer Schloßmuseums steht eine
Porte-Chaise aus dem alten Mannheim. Sie trägt die Dezeichnung
„Dassermann'sche Familiensänfte" und wurde von einem Zweig dieser
Familie vor (Zahren dem Mannheimer Altertumsverein geschenkt. Die

Konsul Zriedrich Bassermann und Wilhelmine Bassermann
geb. Beinhardt, Z. D. Bassermanns Lltern
(Oelbild von Louis Loblitz)

Dradition erzählt, in dieser Sänfte habe sich in den Jahren um die Wende
vom achtzehnten zum neunzehnten Sahrhundert Frau Wilhelmine Basser-
mann geb. Reinhardt zum Theater tragen und vom Theater abholen
lassen. Frau Konsul Bassermann, die ihre Mitbürger und Mitbürgerin-
nen viel weniger feierlich und weniger respektierlich die Dassermännin
nannten, war die Tochter des Mannheimer Oberbürgermeisters Rein-
hardt. Sie war eine iRepräsentantin, vielleicht die weibliche Mepräsen-
tantin des wachgewordenen, des selbstbewuht und vermögend gewordenen

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