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ZEHNTES CAPITEL.

Quelle des Piistiis. — Palacdkaslro, Cyparissits, Sladt der Aeoliden. —
Chan in Zement! - Derveni. — Kreuzweg von Jiärdana, Scliisie. — Lajus
Denkmal, — Heiliger Weg nach Delphi. — Pliocieum. — Dorf Daulia. —
Nachtigallen und Schwalben, Fabel der Procne und Philomele. — Kuinen
des alten Daulia. — Heiliglhümer. —. Gemeindeversammlung des »eueren
Dorfs. — Landschaft. — Kloster Jerusalem. — Alter und neuer Weg
auf den Parnass. — Pardri, Hügel Philoboeotos. — Mauronero, eine der
Quellen des Cephissus. — Weg nach Hagios lilasis, Panoueus. — hlolus
oder Morius. — Zustand des alten und neuen Orts. — Thon des Pro-
metheus. —- Grabhügel des Titjos. — Kuinen der Burg.

Von Arächoba führt der Weg nach Boeolien wieder an
die Ufer des Plistus hinab, die man in etwa einer Stunde
erreicht. Hier trifft man mit dem bequemerea Wege zusammen,
der von Sälona aus ohne Chrysö, Kastri und Arächoba zu
berühren, in der Tiefe des Flnsstbales herauiführt. Der
Plistus, welcher hier seiner Hauptquelle näher auch im Sommer
einiges Wasser hat, entspringt etwa anderthalb Meilen nörd-
licher fast unter dem Lycorischen Gipfel.

Wo der Weg den Fluss durchschneidet liegen links auf
einer Anhöhe die Ruinen eines ausgedehnten festen Ortes,
der den unbestimmten Namen Palaeökaslro hat. Die Mauern
bestehen theils aus Polygonen, theils aus horizontalen Lagert
roh behauener Steine. Hoher mit Gesträuch bewachsener
Schutt liegt im Innern. Diese Ruinen gehören entweder dem
alten Cyparissus an, dessen Lage Homer nicht näher be-
zeichnet, Strabo aber unterhalb der Höhen des Parnasses T),
Stephanus und Eustathius in der Gegend von Delphi im Par-
nasse, das heisst in einem Thale oder einer Schlucht desselben

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