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SIEBENZEHNTES CAPITEL.

Mühlen der Kiaphabrysi.— Thal von Apnno-Larma und Kalo-
Larma. — Bazaräki, Ruinen von über- Larymna. — Kirche des Hagios
Nicolaos. — (ieschicule von Ober - und Unter - Larymna. — Kaslri,
Ruinen von Unter - Larymna. — Bucht von Larymna. — Flufh den
Euripus. — Weg zum Scroponeri. — FelsenbrÜcke Kamära. — Eber den
Ploons-Scropoiieri, Ausiluas der grossen Kalabothre des Cephissus.

Von der Anclioö führt der Weg an dem rechten Ufer
des tiefen und wilden Ravins hinab, welches der Erguss des
Cephissus gebildet hat. In etwa zwanzig Minuten erreicht
man eine mitten in diesem Ravin entspringende volle Quelle,
welche drei Mühlen treibt, von denen die obere dem Kloster
Palagiä auf dem Ptoon, die beiden unteren der Gemeinde des
Albanesischen Dorfs Martini gehören. Die Quelle wird Kiapha-
brysi oder Griechisch Kryabrysis genannt, und man leugnet
ihren Zusammenhang mit dem Copaischen See, da die Ver-
änderungen desselben auf ihr klares immer messendes Wasser
keinen Einfluss üben. Die Gegend von der oberen Mühle
aufwärts heisst Apäno-Larma, abwärts bis ans Meer Kalo-
Larma. Spricht man vom ganzen Thale, so bezeichnet man
es pluralisch mit 'imu$ Aägfiuig. Diese alten Namen, denn
Larma ist Larymna, gingen nach der Zerstörung der Städte
auf die Gegend über, wie dies in Griechenland häufig der
Fall war ')> ubu" die Albaneser von Martini behielten sie
unverändert bei.

Ueber der ersten Mühle am rechten Ufer des Baches in
der Gegend Apäno-Larma liegt ein kegelförmiger Hügel und
auf demselben die Trümmer einer Acropole. Unter dieser

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