Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 27.1902

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ZUR LAGE DES HANNIBALGRABES.

(Hierzu Taf. XII).

Αυτός δέ φάρμακου π ιών θνήσκει προς Βιθυνίαν
πρός τι χωρίον Λίβυσσαν καλοΰμενον τή κλήσει,
δοκών θανειν εις Λίβυσσαν πατρίδα την οικείαν.
ήν γάρ "Αννίβα τις χρησμός οΰτω που γεγραμμένος·
Λίβυσσα κρύψει βώλος "Αννίβα δέμας,
ό αυτοκράτωρ δ’ ύστερον "Ρωμαίων ό Σεβήρος
εκ γένους ών τοϋ Λιβυκοΰ λευκής μαρμάρου τάφω
τον άνδρα τούτον τέθεικεν, τον στρατηγόν "Αννίβαν.
(Tzetzes Chil. I 798 ff.).
William Leake war der erste, der von der althergebrachten
Gleichsetzung des antiken Libyssa mit dem heutigen Gebseh
abwich und in Übereinstimmung mit den Itineraren (Anion. S.
140 und 231 ed. Wess., Hieros. S. 572 ed. Wess.) die Gegend
von Dil - Eskelessi für die Todesstätte Hannibals in Anspruch
nahm (Journal of a tour in Asia Minor S. 9). Ihm ist Heinrich
Kiepert gefolgt. Neuerdings hat Otto Schwab (Berliner phil.
Wochenschrift 1896, 1661), durch eine Anregung Hülsens
(ebenda Sp. 28) veranlasst, die Gegend von Dil und Gebseh
besucht und sich daraufhin mit aller Entschiedenheit für Dil
ausgesprochen. Die Trümmerstätte von Libyssa selbst hatte
Schwab allerdings bei seiner kurzen Wanderung nicht ermit-
teln können. Er vermutete sie an der Mündung des Dil, des
antiken Libyssos (Appian Syr. n), dessen Uferhöhen abzu-
suchen er späteren Reisenden empfahl. Schwabs Untersuchung
weiterzuführen bin ich sowohl durch ihn selbst, als besonders
durch Herrn Professor Dr Schneiderwirth in Heiligenstadt ver-
anlasst worden, der eine Gewissheit darüber zu erlangen
wünschte, ob eine sorgfältige Nachforschung nach dem Grabe
Hannibals zu einem greifbaren Ergebnis führen könne. Die
Vorbedingung hierfür, die Feststellung der Lage von Libyssa,
glaube ich erfüllen zu können. Dem Vice-Generaldirektor der

ATHEN. MITTEILUNGEN XXVII.

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