Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 23.1907

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1907

ARCHITEKTONISCHE RUNDSCHAU

Heft 3


2. Haus des
Herrn Carl Wolf,
Unter d.Schanz2.

Material: Sockel


Smditowl.


roter Neckarstein,
weiß gefugt; Hau-
steine: roter Hetz-
bacher Sandstein,
weiß gefugt; weißer
rauher Verputz.
Fachwerk und Dach-
überstände dunkel-
olivgrün; Ortgänge
weiß mit roter Strich-
fassung; geschnitzte
Fenstersäulen weiß,
rot und gold gefaßt.
Blumengalerieen,
Fensterteilungen u.
s. w. weiß, rot gefaßt.
Schindelung: ge¬


rissene Eichenschin-
deln, gelbbraun la-
siert. Rollläden dun-
kelrot; Klappläden
dunkelrot,Füllungen

Wandschmuck im Schulhaus auf dem
Lutherplatz in Karlsruhe.

weiß mit aufge-
’ar maltem dunkelroten

Architekt: Professor A. Stürzenacker in Karlsruhe.

Rosenkranz. Rinnen

und Abfallröhren

hausbau und die
Dienerwohnung ist
der Stil der deut-
schen Frührenais-
sance gewählt, für |
die Turnhalle der
Stil des Spätbarock,
um in den ganzen,
beinahe 100 m lan-
gen Baukomplex
etwas Abwechs-
lung zu bringen,
die auch durch die
verschiedenen Hö-

UWfvks im . 3eitbcxiwvl(fflu.




?aiil ilte»1 II*aiUte—

hen der Bauteile er-
strebt ist: die Turn-
halle, zugleich Fest-
saal, einstöckig; die
Dienerwohnungan
der Ecke ein- und
zweistöckig und
das Schulhaus drei-
und vierstöckig, an
der höchsten Stelle
gekrönt mit einem
Dachreiter.

TOtiudfrtes im ßanöavbeitesaftt. ^Ku^tcbmustei.


FBaiibfriea im Suigsaal, (Siuheituiscfte ffnifflöyl, z.
Wandschmuck im Schulhaus auf dem g/
Lutherplatz in Karlsruhe.
Architekt; Professor A. Stürzenacker in Karlsruhe.

Der ganze Bau ist ausgeführt in Pfinztäler Bruchstein unter Ver-
wendung von rotem Haustein in einfacher Profilierung. Reich in Form
und Farbe sind nur die drei Eingangstüren und die vier Giebel behandelt,
die den Übergang vom dreistöckigen zum vierstöckigen Bau bilden.




in

gehalten. Für den Sockel sind Werk-
steine, für die Fassaden heller Putz,
weiße Fenster und Dachgesimse,
grüne Rinnen und Fensterläden, dazu
ein blauschwarzes Schieferdach vor-
gesehen.

Wohnhaus des Herrn
Chr. N. Lorenzen in Flensburg.
5. Tür der Diele.

Architekt:
Heinrich Lassen in Berlin.

Wohnhaus des Herrn Chr. N. Lorenzen
in Flensburg.
6. Schlafzimmer des Sohnes.

Tafel 21. Geschäftshaus
der Firma Gebr. Tietz, Kloster-
straße in Berlin. Architekt: Re-
gierungsbaumeister Qeorg Lewy
in Charlottenburg.

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Architekt:
Heinrich Lassen in Berlin.

A. Monumentale Gruppen. B. Brunnen. P. Pylonen.
Ausschnitt aus dem Lageplan des Matthäusfriedhofes in Dresden.

Tafel 23. Zwei Landhäuser. Architekt: Karl Ziegenbein
Barmen-Rittershausen.
Die Häuser enthalten im Erd- und ausgebauten Dachgeschoß die er-
forderlichen Wohnräume für je eine kleine Familie. Durch den geschlossenen
Grundriß und die einfache, aber solide Form des Äußern, dem die
kräftigen Umrißlinien einen ansprechenden Charakter verleihen, sind die
Baukosten in bescheidenen Grenzen

Tafel 24. Bauten vom
Matthäusfriedhof in Dresden.
Architekt: Johannes Bollert in
Dresden.
Der Matthäusfriedhof in Dresden-
Friedrichstadt liegt im Westen der
Stadt, z. Z. noch auf freiem Felde.
Deshalb ist eine sonst nicht übliche,
aber sehr zu empfehlende Schutzhütte
auf diesem Friedhöfe geplant, die bei
plötzlichem Unwetter den Besuchern Unterkunft gewähren soll. Die Gesimse
und Kapitelle sind in Haustein gedacht, alles andre in Terranova geputzt,
innen bemalt und mit weißlackierten Bänken ausgestattet. Der Friedhof
wird ganz einfach hergerichtet, nur durch gärtnerische Anlagen und Brunnen,
Hecken u. s. w. belebt, da die Gelder sehr knapp sind. Dies ist auch der
Grund, weshalb eine Parentationshalle z. Z. noch nicht errichtet wird.

Tafel 22. Schulhaus auf
dem Lutherplatz in Karlsruhe. Architekt: Professor A. Stürzen-
acker in Karlsruhe.
Die Anlage umfaßt Schulhaus, Turnhalle und Dienerwohnung, die
in Hufeisenform mit 94 und 33 m Schenkellänge einen Schulhof von an-
nähernd 1000 qm umschließen. Der Schulhausbau enthält in drei bezw.
vier Stockwerken
31 Lehrräume, 24
Schulzimmer, Bad,
Küche, Handar-
beitssaal, Zeichen-
saal, Singsaal und
Konferenzzimmer
nebst den üblichen
Lehrer- und Leh-
rerinnenzimmern ;
im Dachgeschoß
eingebaut den
Handfertigkeits-
saal (200 qm). Die
Korridore liegen
gegen den Hof, die
Schulzimmer nach
dem Lutherplatz
zu. DieErwärmung
erfolgt durch kom-
binierte Warmluft-
und Niederdruck-
dampfheizung.
Kellerdecken und
Korridordecken
sind durchweg
massiv als Könen-
scheVoutendecken
ausgeführt, sämt-
liche übrigen Dek-
ken als Holz-
decken mit Eichen-
fußbodenbelag.
Für den Schul¬

weiß, Rinneneisen rot. Eisengitter weißgrün. Dach: rote Biberschwänze.
Baukosten rund 35 000 Mk.
3. Haus des Herrn Carl Wolf, Klingenteichstraße 11:
Sockel: roter Neckarstein, weiß gefugt; Hausteine: roter Hetzbacher
Sandstein, weiß gefugt; weißer rauher Verputz. Fachwerk, Dachüberstände
und Säulen der Loggia dunkelrotbraun. Ortgänge weiß mit roter Fassung.
Erker, Blumengalerieen und Fensterteilungen weiß. Rollläden und Läden
auf Putz dunkelgrün; Läden auf Schin¬
delung weiß mit aufgemalten grünen
Kränzen. Schindelung: gerissene
Eichenschindeln, gelbbraun lasiert.
Rinnen, Abfallröhren und Eisengitter
dunkelgrün, Rinneneisen weiß. Dach :
rote Biberschwänze. Baukosten rund
35000 Mk.

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