Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 23.1907

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Architektonische Rundschau

1. Beilage zu Heft 1. 1907

Alleinige Inseratenannahme bei Rudolf Mosse, Annoncen-Expedition für sämtliche
Zeitungen Deutschlands und des Auslandes, Stuttgart, Berlin, Breslau, Dresden,
Düsseldorf, Frankfurt a. M., Hamburg, Köln, Leipzig, Magdeburg, München,
— Nürnberg, Prag, Strassburg, Wien, Zürich --

Insertionspreis 25 Pf. für die
viergespaltene Petitzeile

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zur Ein-

1.

5.

2.

6.

7.

3.

8.

4.

9.

STUTTGART, den 1. Oktober 1906.

Redaktion und Verlag der ,, Architektonischen Rundschau“.

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BB

auffordert. Die Wahl des Themas wird ins Belieben der Verfasser gestellt. Erwähnt sei nur beispielsweise, daß
ebensowohl allgemeinere Fragen (wie Städtebau, Farben im Straßenbilde) wie besondere Aufgaben (z. B. Arbeiter-
oder Geschäftshäuser, Grabmal- oder Denkmalskunst), Bauweisen, Schmuckweisen, die künstlerische Entwicklung einzelner
Bauteile und Räume, Techniken u. s.w. behandelt werden können. Auch kunstgewerbliche Aufgaben können, besonders
soweit sie im Dienste der Architektur stehen, vom Standpunkte des Architekten erörtert werden.

Abhandlungen über moderne Architekturfragen
mit praktischem Hintergrund (Nutzanwendung)
mit oder ohne Skizzen und Abbildungen

:□
Architekt C. Zetzsche in Berlin; Kommerzienrat C. Engelhorn in
Stuttgart.
Ausgesetzt sind drei Preise von 150 Mk., 120 Mk. und 100 Mk.
Das Preisgericht ist berechtigt, die drei Preise innerhalb der aus-
gesetzten Gesamtsumme anders zu verteilen.
Der Verlag erwirbt durch Zahlung der Preise das Recht der aus-
schließlichen Veröffentlichung der Arbeiten in der »Architektonischen
Rundschau« und deren Sonderausgaben. Nach der Veröffentlichung
gehen dem Text beigefügte Abbildungsoriginale an die Verfasser
zurück.
Der Verlag behält sich das Recht vor, weitere vom Preisgericht
dazu vorgeschlagene Arbeiten zum Preise von 20 Pf. für die Druck-
zeile und deren durch Abbildungen eingenommenen Raum zur Ver-
öffentlichung anzukaufen.
Die Einlieferung der Wettbewerbsarbeiten hat bis spätestens 1. Januar
1907 (Postaufgabestempel vom 31. Dezember 1906) an den Verlag
von J. Engelhorn, Stuttgart, Silberburgstraße 189, zu erfolgen.
Die Veröffentlichung des Urteils der Preisrichter erfolgt in der
»Architektonischen Rundschau«.

Nur dadurch, daß jeder, der Selbsterfahrenes und -empfundenes, Selbsterrungenes zu berichten hat,
Allgemeinheit der Fachgenossen zu Nutz und Frommen der Kunst und ihrer Entwicklung mitteilt, kann
Bleibendes erreicht, fruchtbringender Samen auf empfänglichen, brachliegenden Boden ausgestreut und die
fähige Gedanken- und Schaffensarbeit des Einzelnen wirklich nutzbringend für den allgemeinen Fortschritt
werden.
Unser diesmaliges Preisausschreiben soll zu einer derartigen literarischen Mitarbeit anregen, indem es
Sendung von

PreiSflUMClireilJßn der „Architektonischen Rundschnu“.

er gute Erfolg, den unser erstes vorjähriges Preisausschreiben gehabt hat, insofern eine Reihe trefflicher Ideen
dadurch gewonnen wurden, läßt uns hoffen, auch diesmal nutzbringend und fördernd für unsre gemein-
samen Ziele zu wirken, wenn wir unsre wiederholte Bitte uni erweiterte Mitarbeit aller Fachgenossen abermals
mit einem Preisausschreiben verknüpfen, dessen Ergebnis Anregungen und Fingerzeige in einer bestimmten Richtung
geben soll.
Noch immer wird es allgemein als Mißstand in unsrem Schrifttum für Baukunst und Kunstgewerbe empfunden
und beklagt, daß in ihm die Architekten selbst nur in verschwindend geringem Umfange das Wort führen. Gerade
die, welche durch ihre reichen praktischen und künstlerischen Erfahrungen, durch mustergültige, bahnbrechende
Leistungen vor allem dazu berufen wären, auch mit Wort und Schrift führend und wegweisend die künstlerische
Gesundung und Weiterentwicklung zu beeinflussen, die wichtigen Fragen der Gegenwart zu klären und neue große
Gesichtspunkte aufzustellen und zu verfechten — gerade sie schweigen und überlassen das Feld modernen Tages-
schriftstellern, denen oft genug gründliche Fachbildung und noch mehr die nur durch eigenes Schaffen zu gewinnende
innige Fühlung mit der Wirklichkeit fehlt. So ist es kein Wunder, wenn in den Erörterungen und Kritiken der äußere
Schein des einen den wertvollen Kern des andern Werkes verdunkelt und aus der Masse des Schriftwerks für den
vorwärtsstrebenden Fachmann nur geringe nutzbringende Anregungen zu gewinnen sind. Für eine folgerichtige und
wirklich erfolgreiche Weiterentwicklung ist deshalb gerade in einer so stürmisch bewegten, an neuen Ansätzen über-
reichen Zeit, wie die unsre ist, die erhöhte Beteiligung der schaffenden Architekten am Fachschrifttum unerläßlich!
dies der
Ernstes,
tausend-
gemacht

r -Für den Wettbewerb sind die nachstehenden Bedingungen festgesetzt: □
Der Wettbewerb ist allgemein für alle Künstler und Fachschriftsteller
deutscher Zunge.
Zugelassen sind bisher nicht veröffentlichte Originalaufsätze im Um¬
fange von etwa sechs Spalten großer Schrift der »Architektonischen
Rundschau« (zu 72 Zeilen ä 17 Silben).
Die Manuskripte dürfen nur auf einer Seite beschrieben sein
und sind in gut lesbarer Handschrift (möglichst Maschinenschrift)
einzureichen.
Dem Texte beigefügte Zeichnungen und Photographieen, über
die der Verfasser das Verfügungsrecht haben muß, sollen ebenfalls
noch nicht veröffentlicht sein, doch sind hiervon in einzelnen Fällen
Ausnahmen zulässig. Die Darstellungsart der Zeichnungen ist dem
Belieben der Verfasser überlassen.
Jede Sendung ist in der üblichen Weise mit Kennwort und ver¬
schlossenem Umschlag, der den Namen des Verfassers enthält, zu
versehen. Für Paketsendungen ist Rücksendungsporto beizufügen.
Das Preisgericht setzt sich zusammen aus den Herren: Architekt
E. Högg, Direktor des Gewerbemuseums in Bremen; Oberbau¬
rat L. Eisenlohr in Stuttgart; Oberbaurat C. Weigle in Stuttgart;
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