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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 13.1937

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https://doi.org/10.11588/diglit.42015#0050

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40

Robert Lais

lichgrau verwitterter, innen dunk¬
ler, äußerst feinkörniger, weicher
und leicht schleifbarer Sandstein.
Die beiden Schneidenflächen sind
geschliffen, die übrigen Teile nach
dem Schleifen gepickt. Gefunden
von Herrn Gastwirt Max Peter
beim Ausheben von Löchern für
Obstbäume oberhalb der Fahr¬
straße beim Jägerhäusle (Abb. 11).
Im Besitz des Verfassers.
38. Freiburg, Jägerhäusle,
345 in. Etwa 5 in über der Stra¬
ßenschleife Winterer-Waldfahr-
straße fand Herr Landesgeologe
W. Spitz in einem Runlenpfad Westisches Steinbeil von Freiburg (Jägerhäusle).
eine gut gearbeitete Pfeilspitze aus
Muschelkalkhornstein (Bad. Fber. III, 1934, 142). — Ll.F.
39. Waldkirch, 270 in oder höher. Ein durchbohrtes Steinbeil aus Serpentin (Raue,
1889 und Wagner, 1908). — R.K.
40. Antersimonswald (A.Waldkirch), 558 in. Auf einer Paßhöhe oberhalb Punkt
557,8 fand Herr Oberbergrat Dr. Schnarrenberger eine Pfeilspitze (oder die abgebrochene
Spitze eines Dolches) aus grauweißem, etwas durchscheinenden Silex mit glänzender, alter
Patina; Feuerstein dieser Art ist in Baden unbekannt (Abb. 9 ck). — Ll.F.
41. Schönwald (A.Triberg), 980 in. Bei der Hinteren Vogte an der Ostflanke des oberen
Elztales fand Herr E. Petschke in Vreslau eine hübsch gearbeitete Pfeilspitze von rauten-
förmigem Llmriß mit zwei Einkerbungen über der Basis (Abb. 9 b). Diese Form ist für
neolithische Pfeilspitzen ungewöhnlich, ähnliche sind aber in der Pfahlbaustation Rußdorf
am Bodensee (v. Tröltsch, 1902) und in der Schweiz (Reinerth, 1926) gefunden. Seitliche
Einkerbungen finden sich am indianischen Pfeilspitzen häufig, diese haben aber andere Llm-
rißformen. Das Stück kann also sehr wohl dem einheimischen Neolithikum angehören. Im
Besitz des Finders.
42. Nußbach (A.Triberg), 900 in. An der Bohrung zerbrochene Steinhacke von noch
Fast schwarzer, parallelstruierter, ober-
(Abb. 12). Gefunden 1924 zwischen dem

Abb. 12.
Jungsteinzeitliche Hacke von Rußbach.




8,7 cm Länge, 6,3 cm Breite und 2,5 cm Dicke,
flächlich ziemlich stark verwitterter Amphibolith
alten und neuen Geutschen-Wirtshaus, 8 m öst-
lich der Straße in 80 cm Tiefe von Gastwirt Ja-
kob Aberle (Lais 1925, erwähnt von Deecke
Bad. Fber. I, 1926, 178). Im Besitz des Finders.
43. Schonach (A.Triberg), „Bach", etwa
600 m. In der Räche des Triberger Bahnhofs
wurde bei Grabarbeiten an der Landstraße in
2 m Tiefe eine schöne, durchbohrte Streitaxt
aus graugrünem Amchhibolith gefunden. Deecke,
üer zuerst 1922 über dieses Stück berichtet
hat, sagt: „Das Stück ist bronzezeitlich, da
seine Form Metallhämmer nachahmt". Rach
Reinerth (1923) gehört es zur Abart II der
fazettierten Streitäxte des nordischen Kultur-
kreises. Auch die Fundortsangaben Deeckes „zwi-
schen Schonach und Triberg" (1922, a) und „bei
Schonach oberhalb Triberg" (1922, b) sind un-
richtig und irreführend, weil sich durch sie eine
ganz andere Höhenlage des Fundstückes ergeben
würde. Rach meinen in Triberg angestellten Er-
 
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