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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 13.1937

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https://doi.org/10.11588/diglit.42015#0076

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E. Gersbach

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Nephrite in der Niederterrasse des Hochrheins
und ihre Bearbeitung
Von Emil Gersbach, Säckingen
Man ist heute allgemein davon überzeugt, daß die Nephrite, die während der
jüngeren Steinzeit zu Werkzeugen verarbeitet wurden, soweit die Pfahlbauten im
Bodensee, in den Schweizerseen und das Hochrheingebiet in Frage kommen, aus den
Hauptsaltungszonen der Alpen stammen. Während der Eiszeiten können sie von
den Gletschern in das Bodenseegebiet, von Aare, Reuß und Limmat gemeinsam in
das Hochrheingebiet verfrachtet worden fein. Wenn diese Annahme stimmt, und sie
wird, wie ich zeigen will, Wohl richtig sein, dann müssen sich in der Niederterrasse
des Hochrheins (ich möchte mich nur auf diese beschränken), auch heute noch Nephrite
finden lassen, vor allem oberhalb Bafels, in dem Gebiet zwischen Waldshut und
Grenzach, wo die Geschiebe im Durchschnitt größer als auf der Rheinstrecke Basel-
Mainz sind. Diese Äberzeugung hegte ich bereits in der Vorkriegszeit, wo mich der
damals in Stein-Säckingen ansässige Schweizer Mineraloge Albert Wehre nfels,
der sich durch feine Mitarbeit am Ballh-Museum in Schönenwerd einen Namen
gemacht hat, für die Nephritfrage zu interessieren wußte. Albert Wehrenfels, der
selbst eine schöne Nephritsammlung besaß, behauptete immer, man könne Nephrit-
geschiebe in der Niederterrasse nur bei Regenwetter aus dem feineren Kies heraus-
finden, weil bei dem großen Reichtum der Hochrheinkiese an alpinen grünen Ge-
steinen, die etwaigen Nephritgerölle so am besten durch ihre lauchgrüne Farbe auf-
sallen würden.
 
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