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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 13.1937

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https://doi.org/10.11588/diglit.42015#0113

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Römische Gebäude im Gebiet von Tarodunum

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Abb. 3. Tarodunum. Römische Gebäude. 1 : 200.

Abb. 4. Tarodunum. Rachrömische Steinsetzungen. 1 : 200.


(Eigentümer: Landwirt Risterer; Pächter: Diplomlandwirt Schönenberger). Geologisch
handelt es sich um den Schuttkegel des diluvialen Rotbachs des Höllentals, in den sich die
alluvialen Bäche eingenagt haben. Die Oberfläche ist leicht gewellt und senkt sich nach
Westen. An der Grabungsstelle liegen die Schotter rund 80 cm tief, darüber 20—30 cm
Heller Lehm mit kiesigen Einlagerungen, darauf 30—35 cm brauner, bis dunkelbrauner,
lockerer Lehm und der Ackerboden, 15—20 cm. 2m Einzelnen wechseln die Schichten nach
Mächtigkeit und Zusammensetzung sehr stark. Der Helle Lehm ist „gewachsener Boden", der
dunkle Lehm die römische Kulturschicht: der heutige Ackerbau hat also nur deren Ober-
fläche bewegt. Die Funde, Bruchstücke von Ziegeln und Tongefähen und Eisenstücke, lagen
am dichtesten unmittelbar unter der Ackerschicht bis zu 30 cm Tiefe, unterhalb von 35 bis
40 cm waren sie selten, steigen andererseits bis an die Ackerkrume herauf, während die
mittelalterlichen und neuzeitlichen Stücke nur hier Vorkommen.
Die Ausgrabung begann mit Längsschnitten, die zur Auffindung beider Gebäude führ-
ten (Abb. 3); in der Folge muhte sich die Grabung in der Hauptsache auf deren Anter-
 
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