Die Dioskuren: deutsche Kunstzeitung ; Hauptorgan d. dt. Kunstvereine — 17.1872

Page: 354
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Are verehrfichen Morstände der Kunstvereme und KunftinstiLute,

welche im Jahre 1873 Kunstausstellungen veranstalten und dieselben in den „Ausstellungskalender" unsers Journals ausgenommen
zu sehen wünschen, werden ergebenst um rechtzeitige Einsendungen der betreffenden Programme, sowie um Belegung des resp.
Abonnements ersucht. Die Expedition der Deutschen kunstMlMg.

Konkurrenz

zur Errichtung eines Denkmals für Peter von Cornelius

in Düsseldorf.

Dem Altmeister der neuen deutschen Kunst Peter von Cornelius
soll in seiner Vaterstadt Düsseldorf ein Denkmal errichtet werden, welches
der Bedeutung des großes Mannes in würdiger Weise entspricht.

Zu diesem Zwecke werden hiermit alle deutschen Künstler zu einer Kon-
kurrenz um die Ausführung dieses Werkes aufgefordert.

Die Aufgabe, ein Denkmal für den Meister zu schaffen, den seine Zeit-,
Landes- und Kunstgenossen als den größten anerkannt haben, muß für jeden
deutschen Künstler eine begeisternde und höchst ehrenvolle sein, da ein ge-
lungenes Werk den Namen des Autors mit dem des großen Meisters für
immer in nahe Beziehung bringen wird.

Der Charakter des Mannes und des zu seiner Ehre zu errichtenden
Monumentes macht die Aufgabe auch in formeller Beziehung zu einer höchst
günstigen und so ist wohl nicht zu zweifeln, daß unsere bewährten deutschen
Künstler sich gern und freudig betheiligen werden; ehren sie doch sich selbst
mit, indem sie den Meister ehren.

Das Denkmal soll, der Grundidee nach, aus einem überlebensgroßen, in
Bronze auszuführenden Standbilde auf einem entsprechenden Postamente be-
stehen und auf einem freien Platze in der Nähe des städtischen Parkes von
Düsseldorf errichtet werden.

Der vorläufig in Aussicht genommene Platz wird dem Monumente eine
günstige Beleuchtung und Umgebung, sowie einen die Wirkung desselben
fördernden Hintergrund geben.

Eine weitere Ausbildung des Monumentes durch Hinzufügen von Fi-
guren oder Reliefbildern am Postamente oder eine anderweitige Anordnung
der künstlerischen Form desselben ist nicht ausgeschlossen und den Konkurrenten
überlassen.

Es kann dabei nur angedeutet werden, daß die verschiedenen Richtungen
der Kunstthätigkeit des Meisters, sowie die schöpferische Kraft seines Genins
und der nationale Charakter desselben geeignete Motive zu gewähren scheinen.

Für die vollständige Herstellung der Bronzestatue und der bildnerischen
Arbeiten in Bronze oder Marmor, sowie für alle sonstigen Theile, welche
von Künstlerhand geschaffen werden müssen, inclusive des Materials, ist ein
Honorar von 15,000 Thlrn., für die Herstellung des ganzen Monumentes aber
die Summe von mindestens 20,000 Thlrn. in Aussicht genommen worden.

Die Entwürfe müssen in Form von plastischen Modellen und in einem
Achtel oder mehr der projektirten Größe ausgeführt sein.

Die Autoren derselben können ihre Anonymität bewahren, indem sie in
diesem Falle ihren Entwurf mit einem Motte zu bezeichnen und ihre Adresse
unter gleichen Motto versiegelt beizufügen haben.

Die Entwürfe müssen bis zum 1. Juli 1873 an die hiesige Kunst-
Akademie abgeliefert werden, später einlaufende Entwürfe können nicht be-
rücksichtigt werden.

Dem Unterzeichneten Comite bleibt die Entscheidung über die Auswahl
unter den eingesandten Entwürfen, sowie über Ertheilung eines festen Auf-
trages Vorbehalten.

Düsseldorf, im November 1872. [751]

Dar; Comite

des Vereins zur Errichtung eines Cornelius-Denkmals

in Düsseldorf.

Freiherr von Ende, Regierungs-Präsident, Vorsitzender (Düsseldorf). Andreas
Achenbach, Professor (Düsseldorf). Sendemann, Direktor (Düsseldorf). Sewer,
Professor (Düsseldorf).^ Saur, Professor (Weimar). Saum, Geheimer Com-
merzienrath (Düsseldorf). Camphausen, Professor (Düsseldorf). Courth, Land-
gerichts-Assessor a. D. (Düsseldorf). Oeger, Professor (Düsseldorf). Fried-
länder, Maler (Wien). Freiherr von Frentz, Kammerherr (Düsseldorf).
Dr. Hausmann (Düsseldorf). Hammers, Oberbürgermeister (Düsseldorf).
Dr. Heimsoeth, Professor (Bonn). Hoff, Maler (Düsseldorf), von Kühl-
wetter, Ober-Präsident von Westphalen (Münster). Dr. Knerck, Geheimer
Ober-Regierungs-Rath (Berlin). Krüger, Geheimer Regierungs-Rath (Düssel-
dorf). Knaus, Professor (Düsseldorf). Lehrhoff, Rechnungsrath (Düsseldorf).
Albert pönsgen, Commerzienrath (Düsseldorf), von piloty, Prof. (München).
)1nben, Direktor (Wien). Steinmetz, Regierungs-Assessor (Düsseldorf). Graf
A. von Spee (Heltorf). Scher, Maler (Düsseldorf). Vierhaus, Obertribunals-
Rath (Berlin). Wisliccnus, Professor (Düsseldorf).

in Wien, durch G. Placli.

Oelg’emälde alter und neuer AEeister,
dann vorzügliche Aquarell-Studien.

Der Katalog (ca. 600 Nummern) verzeichnet unter vielen Meistern
von Rang besonders: Correggio, v. Goyen, G. Hoet, Lancret, G. Mezu,
W. Mieris, de Marne, v. d. Neer, Casp. Netscher, Bibera, Bubens,
J. & 8. Buysdael, Sassoferrato, W. v. d. Velde, Ph. ’Wouwermann,
A. & 0. Achenbach, Amerling, Biirkel, Brion, Boulanger, Baume, Bril-
louin, Couture, Calame, Canon, Couturier, Danhauser, Diaz, Decamps,
de Dreux, Daubigny, Deshayes, Bichel, Fromentin, Gauermann, Gude,
Gudin, Grottger, Guillemin, Gerome, Hoguet, Hildebrandt, Jettei, Isabey,
Jaques, Kaulbach, Lessing, Meissonier, Meyerheim, Marko, Maris, Makart,
Pettenkofen, Roqueplan, Rousseau, Buss, Bahl, Schelfhout, Schmitson,
Troyon, Tusquets, Schloesser, Knaus, Ziem und viele andere vortreff-
liche Meister, dann eine reiche Sammlung eminenter Aquarell-Studien
von Bud. Alt.

Die Auction beginnt den 2. December d. J. im grossen Saale des
Künstlerhauses in Wien. Kataloge vom 16. November ab durch die
bekannten Kunsthandlungen und durch den Gefertigten.

Wien, November 1872.

Georg* Plach,

[752] Wien, Wieden 60.

Soeben erschien in unserem Verlage:

L. Bianchi ,,La mietitrice“.

— — ,,La tricoteuse“.

Mancini „La primavera“.

Simonetti „J. Taciturini“.

P. van der Ouderaa „Le cadeau des noces“.
Bakalowicz „Le chant“.

8. de Vriendt „St. Elisabeth“.

F. Pons „L’homme qui rit“.

— — „Apres diner“.

B. Giuliano „La fiancee“.

H. Salentin „Grossmutters Geburtstag“.

H. V. Angeli „Calabrisches Hirtenpaar“.

H. Werner „Grossmütterchens Geburtstag“.
H. Lcssow „Die Schuhprobe“.

Royalformat
ä Blatt
17a Thaler.

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Berlin, am Dönhofsplatz.

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Theodor Lichtenhcrg

Kunsthandlung

BRESLAU

Schweidnitzer Strasse 30.

—4236^-

Ich ersuche die Herren Künstler
freundlichst um Uebersendung von
Gemälden, trage gern einmalige
Fracht und verwende mich thätigst
für deren Verkauf. Alle Wünsche,
die Weiterbeförderung betreffend,
berücksichtige pünktlichst und be-
rechne keinerlei Spesen.

Für bedeutende Werke bin ich
gern bereit Honorar zu zahlen. Cor-
respondence franco gegen franco.

Auskunft ertheilt auf Wunsch
die hiesige Kunstgenossenschaft.

Breslau, 1872.

[676] Theodor Lichtenberg.

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