Deutsche Kunst und Dekoration: illustr. Monatshefte für moderne Malerei, Plastik, Architektur, Wohnungskunst u. künstlerisches Frauen-Arbeiten — 38.1916

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ZU MEINEN HAUSBAU-ENTWÜRFEN.

Haus und Garten sollen das Produkt eines
einheitlichen Gedankens sein. Zwischen
eiQen müssen Beziehungen bestehen, die sie zu
jlner Einheit verschmelzen lassen. So wie das
. ere des Hauses sollte auch der Garten in
en»zelne Räume aufgeteilt werden. Suchen wir
^ sonnenlosen Tagen im Innern des Hauses
u'lucht, so werden wir uns an Sonnentagen
"msornehr an unserem Garten freuen, noch
azu, wenn wir uns zu dem einen oder anderen
T=kchen mer»r hingezogen fühlen, sei es hier
j!n schöner Ausblick der uns anzieht, oder dort
le guten Linien, die durch Blumen, Rasen und
^schnittene Hecken gebildet werden. — Als
/»ttelsglieci zwischen Haus und Natur werden
lr »n den meisten Fällen eine teils gedeckte,

teils ungedeckte Terrasse einschieben. Den ge-
deckten Teil werden wir unter Umständen als
Gartenzimmermit Schiebefenstern ausbauen,wo
wir bei schlechtem Wetter sitzen können, ohne
auf den Garten direkt verzichten zu müssen.

Die hier in Grundriß und Aufbau wiederge-
gebenen Bauten (Innenräume und Gärten sind
einer späteren Veröffentlichung vorbehalten)
sollen sich frei und ungebunden unserer mittel-
rheinischen Landschaft (Eifel, Rheintal, Taunus)
in Material wie Aufbau anpassen, und nicht
als Klecks erscheinen. Auf den ersten Blick
wird demjenigen, der die Blätter betrachtet,
auffallen, daß mit Vorliebe Schiefer, nicht allein
für die Dächer, nein auch für Giebel und son-
stige Aufbauten Verwendung fand, aber es ist

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