Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Editor]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 49.1898-1899

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Unsere Bilder.

Näheres erfahren unsere Leser aus der diesen: I}eft
beiliegenden „Einladung zum Wettbewerb". 6.

in Wettbewerb um den Entwurf einer Tauf-
Medaille oder Plakette ist vom preußischen
Ministerium der geistlichen Angelegenheiten aus-
geschrieben — im Anschluß an den letztjährigen
Wettbewerb um eine Hochzeitsmedaille (vgl. Iahrg.
(897/98 S.(0(). Einlieferungstermin: 29. April (899;
ein erster Preis zu 2000 Ni., für weitere Preise stehen
im Ganzen 3000 M. zur Verfügung. (Spezial
Programm im Sekr. des bayer. Kunstgewerbe-Ver.)

m

egen die „Dutzend - Denkmäler", wenn auch
nicht unter diesem Stichwort, wendet sich ein
Erlaß des preußischen Kultusministers, insbesondere
gegen die Herstellung von Monu-
menten aus minderwerthigem Ma-
terial, wie Galvanobroncc u. f. w.,
sowie gegen die fabrikationsmäßige
Ausilutzung vorhandener Modells,
wie sie heutzutage vielfach betrieben
wird. Der Erlaß einpfiehlt viel
mehr die Aufstellung bescheidener,
für den jeweiligen Zweck aber neu
zu gestaltender Denkmäler.

alter Trane ist zun: Vorstand
der königl. Kunstschule in
South-Kensington ernannt worden;
damit wird diese Schule, die bisher fast ausschließ-
lich die Pfade der älteren Kunst gewandelt ist, eine
andere Marschrichtung zugewiesen bekominen.

m Mährischen Gewerbemuseum in Brünn ist

die Stelle eines Zeichners für kunstgewerb-
liche Arbeiten neu zu besetzen, die mit einen:
Iahresgehalt von (200 Gulden verbunden ist; An-
meldungen sind bis (5. November einzureichen.
Näheres ist durch das genannte Museum zu erfahren
(mündliche Auskunft ist auf den: Sekretariat des
bayer. Kunstgewerbevereins zu erhalten).

as Epport-Mufkerlager in Stuttgart erfreut
sich fortgesetzt eines blühenden Geschäftsganges,
wenn auch in: letzten Jahre die Zahl der Käufer
wie der Aufträge etwas zurückgegangen ist; nur die
Hamburger Filiale weist eine Mehrung auf. Für
weitere Kreise ist von Interesse, daß das Muster-
lager auch nicht-württembergischen Erzeugnissen Aus-
nahme gewährt.

(Unsere (Kikder.

it wenigen Ausnahmen (Abb. (, (3,
23—25, 4.3, 52) lassen sich die Abbil-
dungen dieses Heftes in drei Gruppen
zusannnenfassen: Die erste Gruppe
(Tafel ( und Abb. 2—22) dient
als Illustration der begleitenden Aufsätze, — die
zweite (Abb. 26—4(7) bringt eine erste Nachlese von
Gegenständen der Münchener Glaspalast-Ausstellung,
die dritte endlich (Abb. 4(8—67) enthält nur Ent-
würfe für verschiedene kunstgewerbliche Gegenstände
bezw. Bestandtheile. Die dazwischen geschalteten
Gedenk- und Grabtafeln (Abb. (4(—(6) von Bild-
hauer Ernst Pfeifer haben auf S. 2( eine Er-
läuterung erfahren, und den: „Wintergarten" in:
Augustiner (Abb. 52) werden in
der nächsten Nummer eine Reihe
anderer Aufnahmen aus dem
gleichen Bau folgen mit eingehen-
der Besprechung.

Die aus der Ausstellung stam-
menden Dinge bedürfen nur theil-
weise einer näheren Erläuterung.
Zunächst das römische Gemach
von Ein. Seidl. Die Gesammt-
darstellung (Abb. 28) zeigt deutlich,
wo die auf der gegenüberstehenden
Seite dargestellten priese angebracht
sind; von einein derselben (Abb.26)
ist der Anfang (rechts oben) wahrzunehn:en. Der
Stuckplafoiid, sowie die Stirnseite und die mit Muscheln
verzierte Brunnennische sind von Rappa & Giobbe,
München, der Fußboden voi: der Marmorindustrie
in Kiefersfelden, der Terrazzobodei: und das Brunnen-
becken voi: Joh. Mdorico, München, hergestellt;
im Uebrigen verweisen wir auf die Bemerkungen
S. 370 ff. ii: Heft (( des vorigen Jahrgangs. Zu
demfelbei: Gemach gehören auch die folgenden
Möbel (Abb. 29, 30, 32), welche in der Schreiner-
arbeit von W. Till, in den Polsterarbeiten von
Rudi & Behringer, München, gefertigt wurden.
Der runde, einen: altrömischen Marmororiginal in
Thon nachgebildete Stuhl (Abb. 32) von Bond:,
Florenz, bildet in seiner Art ein Unicum.

Der große Renaissancekamin (Abb. 33), zu
welchen: auch der auf S. 26 abgebildete Fries
gehört, ist in seinen reichen plastischen Einzelheiten
das Werk der Bildhauer Düll und pezold; die
Ausführung und weitere Ausgestaltung besorgte
Reith er jr. in Landshut, dessen keram-technischen
Erfahrungen der ganzen Arbeit sehr zu Statten
kainen. Die farbige Behandlung — „Fassung" —

5(. Salz-Pfeffer-Gefäß aus Glas
und Metall. Entwurf von A. Meis-
gerber, München.

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