Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Editor]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 49.1898-1899

Page: 182
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Lhronik des Bayer. Kunstgewerbevereius.

ConsEE.

268. Vasen von 3. v. Schwarz, Nürnberg. (Ges. geschützt.)

'/4 der wirkt. Größe.

können uin je 500 Alk. angekauft werden. Ein-
lieferungsterinin: 5. Juni ds. Is. Tonourrenz-
bedingungen, prograinm u. f. w. können von der
Central-Aanzlei des Magistrats in Altona (Rath-
haus) bezogen werden. H-

in Wettbewerb für Wandgemälde iin Hamburger
Rarhhausfaale ist für deutsche oder in Deutsch-
land ansässige Künstler zum (. Juli d. I. erlassen
worden. Cs gelangen dabei Preise von (0000,
5000 u. 2000 Mk. zur Vertheilung. Das genaue
jOrogramm rc. ist vom Rathhaus-Baubureau zu
beziehen.

(Unsere (Kikder.

ichtgeräth aller Art in Abbildungen nach
ausgeführten Stücken und in Entwürfen
macht den Hauptinhalt dieses Heftes
aus; fämmtlichen Arbeiten dieser Art
(Abb. 227—258) werden schon die
Begleitworte auf den Seiten (60 u. (6( bezw. die
einzelnen Textunterdrucke gerecht. Der Rest der Ab-
bildungen (25st—269) besteht aus einer kleinen
Auswahl von neuen und eigenartigen Gegenständen
der letzten Weihnachtsausstellung des Bayer. Aunst-
gewerbevereins, von denen nur die letzte Abbildung
(5. (83) noch einiger erläuternder Worte bedarf:
ein Tafelaufsatz zu einer Silberhochzeit. Die von
Max Haushofer verfaßte Inschrift im Sockel:

Drei Honten umschreiten den Schicksalsbaum,

Sie spinneu und winden den Lebenstraum,

Der schwankt in Dunkel und Sonnenschein,

Die Liebe nur kann seine Leuchte sein.

bringt den Grundgedanken in poetischer Form zum
Ausdruck. Die Nornen schmücken den Lebensbaum —
die Weltesche, zwischen deren Wurzeln die Quellen
entspringen — mit einem silbernen Myrthenkranz;
die älteste der Schicksalsgöttinnen aber, der es sonst
obliegt, den Lebensfaden zu zerreißen, windet den bis
dahin aus silbernen Myrthen gebundenen Hochzeits-
kranz mit goldenen weiter — eine sinnreiche An-
spielung auf die dereinstige goldene Hochzeit.

Der unterste Sockel besteht aus Ebenholz mit
Silbereinlagen, die Träger der Blumenschale aus
Bronze, das Uebrige (mit Ausnahme der gläsernen
Fruchtschale) aus Silber mit theilweiser Vergoldung
(Baum sanrmt Wurzeln und Laub, sowie das Haar
der Nornen).

Groml i>k§ SMiWil AWgkivMMM.

-Akkgemeine (Vereinsnachrichten.

pariser Weltausstellung, wir machen unsere Vereins-
mitglieder ausdrücklich auf die die Pariser Ausstellung betref-
sende Notiz auf S. ;?8 dieser Nummer aufmerksam.

Für die Frauen und Töchter von Vereinsmitgliedern hielt
Prof. Selenka Mittwoch den ;8. Januar einen Vortrag über
Japan und seine Bewohner mit Lichtbildprojektionen, der sich
größten Zuspruchs und Beifalls zu erfreuen hatte.

Mochenverfammkungen.

Achte Wochenversammlung — am >0. Januar —: Vor-
trag von ksauptmann Baumann über Moskau und Elba,
Reiseerinnerungen. Schon in früheren Jahrelt halte der Vor-
tragende seine ungewöhnliche Gewandtheit in der Schilderung
fremder Länder vor den vereinsmitgliedern an den Tag gelegt;
und auch heute bewährte sich diese Fähigkeit in vollem Maaße.
Gemäß dem ethnographisch-historischen Lharakter der Schil-
derungen mußten die Hinweise auf etwaige Kunstschätze sich aus
wenige außerordentliche Dinge beschränken: den Kreml, die
wichtigsten Kirchen, die Ldelmetallsammlung, das Arsenal, die
Kirchenschatzkammer in Moskau. Der Schwerpunkt des vor-

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