Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Editor]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 49.1898-1899

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Unsere Bilder.

Abb. (05: S.((26,— Abb. (06—(08:

S. ^27, — Abb. (09: 5. ((27, -
Abb. ((0: S. ((25, — Abb. (((:

S. ((27, — Abb. ((5—((7: 5. (((2.)

Not Bezug auf die in der letzten
Nummer enthaltene Nachlese von der
Ausstellung müssen hier noch einige
B eri ch ti g u n g e n hinzugefügt werden,
nachdem infolge von Mißverständ-
nissen und übereilter Fertigstellung der
Nummer einige Fehler unterlaufen
sind. Der in Abb. H5 (5. 35) vor
geführte Schreibtisch von IP. Bertsch,
von dessen Messingeinlagen wir auf
5. 77 noch einige größere Darstel-
lungen bringen, ist für die „Bereinig-
ten Werkstätten für Aunst im Hand-
werk" von 36. Wagner, nicht
von F. 36. ^ahn ausgeführt worden.

Ueber die 5. 35 vorgeführten Gläser
(Abb. ((( u. ((2) wird uns von den
„Bereinigten Werkstätten" mitgetheilt,
daß dieselben thalsächlich fast völlig
eigenhändige Arbeiten der Aünstler
F. A. (D. Artiger und Br. Paul sind, daß also
die Glashütte Ballerysthal, welche nur das Material
zur Verfügung gestellt hat, nicht in der Lage ist,
ohne persönliches Eingreifen der Genannten diese
Gläser zu fertigen. Endlich werden die aus S. 36 vor-

;09. Sopbaüffcit („Verein. Werkst."); reu Prinzessin CEIfa Lantacuzenc,
München. (Muster geschützt.)

geführten Aupfergefäße von Walter Elkan ausschließ-
lich für die „Bereinigten Werkstätten" gefertigt.

Jubiläen sind im letzten Viertel unseres Jahr-
hunderts an der Tagesordnung; und den Jubiläen
verdankt das Aunsthandwerk eine Reihe der schönsten
Aufgaben. Der Tafelaufsatz (Abb. ((2), eine
gemeinsame Arbeit des Malers Lohr, des
Bildhauers Beyer und desTifeleurs Steinicken
(sämmtlich in München) wurde gelegentlich eines
Regiments-Jubiläums gestiftet; die Anschrift am
Sockel besagt: „Dem A. Bayer. IIl.Feldartillerie-
Regimente ) zur Feier seines 50jährigen Be-
stehens j Reserve-und Landwehr- ) Mffiziere von
einst und jetzt." 20. Mai (8((8—(8st8.

Eine kreisförmige Platte bildet die Basis
für die untere Schale, deren Rand als eine mit
Thürmen bewehrte Ringmauer erscheint; inner-
halb dieser letzteren wächst ein kräftiger Stamm
empor, an welchem zahlreiche Anospen sprießen,
deren oberste, größte, eben sich erschlossen zu
haben scheint und das ihr entsprungene Aasta-
nienlaub nach allen Richtungen hinausreckt, —
seitlich zur Aufnahme der oberen, leicht ge-
aderten Silberschale, nach oben, zwischen gra-
ziösen Blüthen hindurch, als Träger der eine
Siegespalme und Geschützmodell tragenden,
von Wolken und Heiligenschein begleiteten
St. Barbara, der bekannten Schutzheiligen der
Artillerie.

(08. Rückenkissen („verein, werkst."); Entwurf von ks. Gbrist,
Stieferei von B. Ruchet, München. p/„ der wirkt. Größe.)
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