Deutscher Altphilologenverband [Editor]
Mitteilungsblatt des Deutschen Altphilologenverbandes — 32.1989

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Zu diesem Dokument deutscher Bildungsgeschichte ist zu fragen, ob
— es in dem an Griechenland politisch interessierten Königreich Bayern verbindlich
geworden ist und eine Tradition begründet hat, die auch im Freistaat Bayern nicht un-
terbrochen worden ist,
— ähnliche Veröffentlichungen für andere deutsche Länder bestehen.
Für entsprechende Mitteilungen bin ich dankbar.
Abschließend sei festgestellt: Alle Kollegen, die sich bemühen, in ihrem Griechischun-
terricht dem Neugriechischen gerecht zu werden, leisten einen zeitgemäßen Beitrag;
als zeitgemäß erweist er sich dadurch, daß sie die in der Vergangenheit erbrachte Vor-
arbeit (Berücksichtigung der veränderten Aussprache) dankbar bejahen, ihre eigene
Verpflichtung zu weitergehender Arbeit in der Zukunft (Ziel der begrenzten Sprechfä-
higkeit unter Berücksichtigung geeigneter Texte) erkannt haben und damit ihren
Standort in der Gegenwart bestimmen können.
Anmerkungen:
1) Mitteilungsblatt des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen im DAV Lieft 4/1986 Seite 4, be-
sprochen durch Andreas Fritsch in Heft 1/87 der Mitteilungen des DAV Seite 31
2) Johannes Kalitsunakis, Grammatik der neugriechischen Sprache, 2. Aufiage, Berlin 1928
derselbe, Neugriechisch-deutsches Gesprächsbuch, Berlin 1912
3) Hans Eideneier, Neugriechisch für Humanisten, München 1965, Seite 47 f.
4) Marianne Kiaar, Die gastliche Stadt — Ein Dank an Athen, Aschaffenburg 1947, Seite 156
5) August Nauck, Euripidis Tragoediae, Lipsiae MCMVI pag. XLVHI: ,,cum scirem philologos
quosdam (rectius, ut opinor, örXaX&yow dixeris) . . ." Das Wortspiel zielt aber ab auf,,ver-
nunftlos".
6) Joseph Fischer, Offener Brief, Mitteilungsblatt des Deutschen Altphilologenverbandes
1/1986, Seite 13 f.
7) Erhärt Kästner, Ölberge, Weinberge — ein Griechenlandbuch, Wiesbaden 1953, Seite 12 f.
8) Hans Schlappinger, Das staatliche Gymnasium Straubing 1773 - 1931. Festschrift zur Feier
des 300jährigen Bestehens des Gymnasiums Straubing, Straubing 1931, Seite 141
JosEPH FiscHER, OStR i.R., Kaiserstraße 91,4330 Mülheim (Ruhr)

Die Vaieurmethode — ein Kartenspie! für den Lateinunterricht
Vorteile von Kartenspielen
Zu den spielimmanenten motivationalen Faktoren — Lustgewinn, Verstärkung und
Kompetenzerlebnis, Spannung, Zweck- und Folgefreiheit — kommen beim Karten-
spiel die reizvolle Kombination von Geschicklichkeit und Zufallsmoment sowie die
Berücksichtigung manueller Tätigkeit hinzu. Die beim didaktischen Spiel^ unerläßli-
che Balance zwischen Spielfreude und Lern- bzw. Übungseffekt wird erreicht, indem
man grammatische Schwerpunkte in das Spiel installiert (Beispiel: Stammformen eines
Verbums bilden ein Quartett). Kartenspielen fordert und fördert Konzentration und
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lichkeiten zu entwickeln. Im sozialen Bereich kann das Spiel zum Beachten von Re-
geln, zur Fairneß, zum Verlieren-, aber auch zum Gewinnen-Können erziehen. Die

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