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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 13.1937

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https://doi.org/10.11588/diglit.42015#0012

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2

Einleitung

Einleitung.
Die Badischen Fundberichte stellen sich unseren Lesern in neuem Gewände vor.
Damit ist eine länger währende Umbildung zum Abschluß gekommen. Die Gründung
bor 12 Fahren entsprang einem mehrfach gesuhltem Bedürfnis, das schon 1922 zu
den „Notizen zur Urgeschichte von Baden" von W. Deeck<O führte; auf der ersten
Sitzung des Ausschusses für Urgeschichte, 1924, in Lörrach, wurde beschlossen, Aus-
züge der Fundmeldungen in den Blättern des Landesvereins „Badische Heimat" zu
veröffentlichen und W. Deecke, der die Unterlagen für 1922 und 1923 schon bei-
sammen hatte, brachte so die ersten beiden Jahresberichte in „Mein Heimatland"
1924 bzw. 1925. Andererseits hatte sich bei Kursen, die E. Wahle 1923 in Heidelberg,
1924 in Meersburg für Lehrer abgehalten hatte, die Notwendigkeit eines „Nach-
richtenblattes für die vor- und frühgeschichtliche Forschung in Baden" herausgestellt,
und dies führte 1925 zur Herausgabe der Badischen Fundberichte durch Wahle.
Seine Darlegungen (I, 1925, 2) sind heute noch gültig: „Aufgabe der ,Badischen
Fundberichte' ist die Bekanntgabe vor- und frühgefchichtlicher Funde in möglichst
abgerundeten Darstellungen. Heute besteht fast allgemein der Zustand, daß die
Menge des unverarbeitet und unveröffentlicht in den Museen liegenden Fundstoffes
dauernd größer wird und nicht kleiner. Der Herausgeber sieht ihn als unerträglich
an. Wer nicht veröffentlicht, sollte nicht ausgraben! Denn erst durch die Druck-
legung wird ein Fund allgemein zugänglich. And es ist notwendig, daß die ein-
gehende Darstellung des tatsächlichen Befundes den wesentlichen Gegenstand der
Darstellung bildet, daß nicht etwa die Denkmäler einseitig unter dem Gesichtswinkel
bestimmter Theorien behandelt werden." Dieses Ziel ist geblieben, gewandelt hat
sich nur die Form. 1926 wurden die Fundberichte vom Ministerium als „amtliches
Nachrichtenblatt für die ur- und frühgeschichtliche Forschung" übernommen und von
W. Deecke als dem geschäftsführenden Mitglied des Ausschusses geleitet, und brach-
ten so den Jahresbericht für 1924 und, kurz darauf, für 1925. Seit dieser Zeit bildet
der amtliche Iahresbericht einen festen Bestandteil des Inhalts. Deecke war zu
seiner Abfassung besonders geeignet, da er, im Elsaß aufgewachsen, seit 19d6 als
Direktor der Badischen Geologischen Landesanstalt mit Land und Leuten unmittel-
bar und durch seine Schüler und Mitarbeiter aufs beste bekannt war.
Die Fundberichte erschienen anfangs jährlich in drei schmalen Heften, um durch
die häufigere Zustellung ein lebendiges Band mit dem Leser zu knüpfen. Vier Jahr-
gänge wurden zu einem Band zusammengefaßt 2. So sind insgesamt zwölf Jahr-
gänge in drei Bänden erschienen. Nachdem schon 1935 ein Doppecheft notwendig
geworden war, obwohl der Jahresbericht zurückgestellt wurde, wurden 1936 der
ganze verfügbare Raum zu einem stattlichen Iahresheft zufammengefaßt. Die stete
Fühlung mit dem Leser wurde aber beibehalten, weil inzwischen neben die Fund-
berichte ein volkstümliches Organ, die Badische Vorzeit, getreten war, die vom
Badischen Landesmuseum (Dr. F. Garscha) herausgegeben wird. So war die künf-
tige Marschrichtung vorbereitet, und dank der tatkräftigen Mitwirkung des Mini-
steriums tritt sie nunmehr klar in Erscheinung.

1 Mitt. Bad. Landesver. f. NatKde, NF. 1.
2 Die Vandzahl ist in lateinischen Ziffern zu zitieren, also z. B. II, 1930, 152; die Heft-
nummer fällt weg. Von nun ab wird nach Jahrgängen und in arabischen Ziffern ange-
zogen, z. V. 13, 1937, 25.
 
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