Beck, Paul [Editor]; Hofele, Engelbert [Editor]; Diözese Rottenburg [Editor]
Diözesan-Archiv von Schwaben: Organ für Geschichte, Altertumskunde, Kunst und Kultur der Diözese Rottenburg und der angrenzenden Gebiete — 19.1901

Page: 96
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Personalbestand
des im Jahre 1140 gestifteten freiadeligcn Stifts und Gotteshauses Heiligkreuzthal O. List,
(nur die Mitte des 18. Jahrhunderts).

Frauen
Geboren zu
Anuo
Profeß-
Ablegung
1. Josepha von Holzapfel, Aebtissin nnd gnädige Frau
Augsburg
1680
1699
erwählt
1723
2. Maria Barbara von Deuring
Ravensburg
1697
1715
3. Maria Katharina de Nicola
Meßkirch
1684
1699
4. Maria Scholastica von Stein
Jettingen
1691
1708
5. Maria Justin« Rauch
Mindelheim
1687
1708
6. Maria Agnes von Kuen, Priorin
Weingarten
1697
1715
7. Maria Regina Voland von Volandsegg
Ravensburg
1695
1718
8. Maria Veronika Speth von Zwiefalten
Gammertingen
1703
1721
9. Maria Konstantia von Mohr, Bursierin
Bregenz
1709
1727
10. Maria Juliana Gugger voll Staudach
Feldkirch
1705
1727
11. Maria Johanna de Robien
Ellwangen
1709
1729
12. Maria Aleidis Kürcher
Krumb ach
1710
1731
13. Maria Thessalina Sondermnyer
Friedberg
1712
1731
14. Maria Valentina Ebbauer
Pfaffenhofen
München
1719
1738
15. Maria Theresia von Schwanenfeld
1718
1742
16. Maria Konstantin« Holcher
Konstanz
1721
1742
17. Maria Benedikta Beuther
Konstanz
1720
1742
18. Maria Magdalena von Millau
Pellheim
1723
1744
19. Maria Josepha de Vivie, Subpriorin
Freiburg
1726
1747
20. Maria Luitgardis Plab
Demstein
1731
1749
21. Maria Hildegardis Jfslinger von Granegg
Villingen
1732
1749
22. Maria Kreszentia Huber
Hausen
1735
1754
23. Maria Bernarda von Staader
Köniqseqqwald
1736
1754
24. Maria Koronata von Langenmantel
Augsburg
1737
1755
25. Maria Hedwigis von Stein
Hohenzollern
1738
1755

Zur Oberamtsbeschreibung von Rotten-
burg. (S. 46—48 d. Bl.)
1. R. v. Höfken erklärt in seinem „Archiv
für Brakteatenkunde", IV., S. 193, „zur Brak-
teatenkunde Süddeutschlands" Beischlags Zuteilung
der in Grünenbach aufgefundenen Burg-
brakteaten nach Rotten bürg a. N. für-
unhaltbar, da u. a. diese Stadt weder eine
königliche noch Hohenbergsche Münzstätte war
und keine Burg, sondern seit 1294 einen rot-weiß
quer geteilten Schild im Wappen führte und vermut-
lich erst Herzog Leopold von Oesterreich der Kon-
vention von 1396 gemäß das. Heller prägen ließ.
2. Zu I. S. 457 ff. (namhafte Söhne):
Kolumban Pr echt aus Rottenburg a. N.
war in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts
viermal Provinzial der schwüb. Kapuzinerprovinz,
lieber die Freiherrn v. Hohenberg
(I. S. 352 ff.) wird zurzeit im Monatsbl. des
„Adler" Nr. 244/45 von 1901, bezw. V. Nr. 4/5
eine genealogische Arbeit von S ch ö n veröffentlicht.
3. Zu I. S. 111 (Aerzte rc.): Zu Anfang des
17. Jahrhunderts war M. Casparus Weckerlsnus
aus Straßburg i. E. (Argentinensis), welcher in
Padua, Leyden und Basel studiert hatte, IM^icus
XeipuUUcue UotenliurA scl XiLerum, starb aber
schon i. I. 1618 zu Straßburg. Lecll.
Zum Schuldrama in Schwaben
(„Diöcesan-Archiv" XVIII, S. 125—27). Zu

den schwäbischen Plätzen, welche das Schultheater
kultivierten, zählt auch die alte Frei- und Reichsstadt
Rottweil. Joh. Mich. Armbrusters schwäb.
Museum (I Kempten, gedruckt und verlegt von
der typograph. Ges. 1785, S. 229—242) enthält
unter der Aufschrift: „Beitrag zur Kenntnis oes
Theatralgeschmacks in Schwaben" „ein deutsches
Trauerspiel Regulus von der studierenden
Jugend in der altkatholischen (!) Römischen
Reichsstadt Nottweil vorgestellt den ersten und
fünften Herbstmonat 1785", zuerst Inhalt, dann
ersten und zweiten Teil (meist Arien). Von wem
das Stück verfaßt, ist. nicht gesagt; die Musik
hat verfertigt: Ornutiss. et LMriss.. O. sc>8.
Xnt. O i IN IN 1 e r, VleclicinLe dLucliclatuZ, Lkintor
Xottvvilrie. — Am Schluffe des Stückes steht:
Man ersucht abermal die Zuschauer ihre Sitze
selbst mitzubringen, auch wegen erheblichen Ur-
sachen in Zukunft außer dem Theater zum Zu-
schauen ihre Plätze zu wählen. Leck.

Briefkasten.
An versch. Adressen. — Absolut voll-
ständige Exemplare des „D.-A." von 1883 bis
aus den laufenden Jahrgang können kaum mehr
zusammengebracht werden; auch wüßten wir hiefür
kein Antiquariat. Ganz komplete Serien finden
sich in Bibliotheken oder sonst in festen Händen.
Die Jahrgänge 1895/96 sind nahezu vergriffen!
D'rum das „D.-A." halten und abonnieren!

Stuttgart, Buchdruckerei der Akt.-Tes. „Deutsches Volksblatt".
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