Beck, Paul [Editor]; Hofele, Engelbert [Editor]; Diözese Rottenburg [Editor]
Diözesan-Archiv von Schwaben: Organ für Geschichte, Altertumskunde, Kunst und Kultur der Diözese Rottenburg und der angrenzenden Gebiete — 19.1901

Page: 37
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Nottweiler Ul künde (il.-B. S. 222) vom
1. Dezember 1391 genannte Altar auf
dem Beinhans zu S. Pelagins iu der
Altstadt ausdrücklich als Altar des hei-
ligen Michael bezeichnet wäre, was er aller
Wahrscheinlichkeit nach wirklich ist.
Bei den Michaelskirchen iu den Thäleru
wird öfters die Vermutung begründet sein,
daß S. Michael früher auf einem nahe-
liegenden Berge ein Heiligtum gehabt habe
und später nach Zerstörung oder Zerfall
desselben in das Thal herniedergestiegen
sei. So erhielt die katholische Kirche von
Ulm ihren Patron vom Michelsberg, die
Kirche in Altenstadt, OA. Geislingen, vom
benachbarten Spitzenberg. — Lohnendwären
wohl auch Nachforschungen darüber, ob
nicht die eine oder andere Michaelskirche
in der Ebene — auf einer alten Gerichts-
stätte erbaut sei, was nachweisbar ander-
wärts z. B. in der Diöcese Straßbnrg
öfters vorgekommen ist. —
Endlich noch eine Bemerkung, welche
nicht das Kirchenpatronat betrifft, sondern
ein anderes.
Zn Goethes „Hermann und Dorothea"
(Gesang 3) erzählt der Apotheker: „Neulich
kam mir's in Sinn, den Engel Michael
wieder — Der mir die Offizin bezeichnet,
vergolden zu lassen, — Und den gräulichen
Drachen, der ihm zu Füßen sich windet;
Aber ich ließ ihn verbräunt, wie er ist;
mich schreckte die Forderung."
Hier erscheint also S. Michael als
Patron der Apotheker. Als solcher ist er
wohl wegen seiner Wage betrachtet wor-
den. Es ist aber doch zu bemerken, daß
die Engelapotheken meistens nicht das Bild
des Erzengels Michael, sondern des Erz-
engels Naphael zeigen, welcher deswegen
von den Apochekern znm Schutzpatron er-
wählt wurde, weil er dem blinden Tobias
Heilung brachte.

„Kldum MbliiiZDiissT
Die A e b te n n d M ö nch e d er Ben ed i kt i n er-
abtei Wiblingen von 1099—1864.
Mit biographischen Notizen von
U. Pirmin Lindner, O. 8. 11.,
zu St. Peter in Salzburg.
II. Abteilung.
Die Mönche Wiblingens.
§ 1. Mönche Wiblingens, voll
deilen weder ein Familienname,

n och d a s I a h r h nnde r t, in we l ch e m

ie gelebt haben
, bekannt
ist.
Bernhard, conv.
19. Jänn.
<42)
Bernhard, conv.
15. März.
(43,
Berthold, conv.
10. März.
(44,
Berthold, mon.
22. April.
(45,
Bruno, mon.
7. Mai.
<46)
Conrad, conv.
13. Febr.
<47,
Conrad, mon.
7. Mai.
148,
Conrad, conv.
11. Mai.
<49,
Conrad, mon.
4. Juli.
>50)
Friedrich, mon.
19. Mai.
(51)
Gerwicus, mon.
11. Juli.
<52,
Hartmann, mon.
12. Juli.
<53,
Hermannus, conv.
14. Febr.
<54,
Lampertns, mon.
22. Juli.
(55,
Ludwig, mon.
13. März)
(56,
Ludwig, mon.
14. Dez.
<5 < >
Nicolaus (Prior)
16. Juni.
<58,
Rudeger, mon.
31. Jänn.
,59,
Sigemar, conv.
25. Juli.
(60,
Ulrich, prd. et mon.
11. Mürz.
(61)
8 2 n. Mönche
des XII.
bis

XIV. Jahrhunderts.
1. Wilhelm, ans dem Geschlechte der
Stifter Grafen von Kilchberg, ch 30. Okt.
1160, wurde im Kloster von jeher als
selig verehlt. (Siehe Tempirim lionor.
17.) (62)
2. Walther von Bibra, lebte um die
Mitte des XIV. Jahrhunderts, stand in
vertrantem Verkehr mit dem hl. Heinrich
Amand Sense (Suso), der damals im
Dominikaner-Konvente zu Ulm sich anfhielt.
(Näheres im Tempi. Irvnor. 27—28 und
bei Braig S. 90.) (63)
3. Nndolph, mom, lebte 1389. (61)
4. Gottfried, Prior, ch 10. Jänn.
1390. (65)
5. Martin Neck, m. ch 4. Nov.
1390. (66)
§ 2 b. Mönche des XV. Jahr-
hunderts, deren Todesjahr un-
bekannt.
1. Andreas, monacbus. (614
2. Andreas Sch buch. (68)
P B a r t h o l o m a e n s. <69)
4. Blasius Rap, m., P 1. Nov. (70)
4. Kaspar S ch w i n d e l l e, m., kommt vor
1465. (71)
6. Konrad Bitterlin, m., P 25. Jänn. (72)
7. Konrad Wey, m., P 1. Juni. (73)
8. Georg F es e n in a y er. 0 biss. lviissnle—
Osntunrin—IlidUki.. (74)
9. Georg Goltmann, m., P 3. Febr. (75)
10. G eorg Ulrich (de) Lophai m (Laupheim)
m., P 25. Mai. (76)
0 Starb nachdem IsmplumNon. 16.Mai 1450.
(S. Seite 52.)
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