Beck, Paul [Editor]; Hofele, Engelbert [Editor]; Diözese Rottenburg [Editor]
Diözesan-Archiv von Schwaben: Organ für Geschichte, Altertumskunde, Kunst und Kultur der Diözese Rottenburg und der angrenzenden Gebiete — 19.1901

Page: 135
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1490 Arg Nemser von Blaubeuren.
1494 Hanns Datt.
1498 Michael Maller.
1506 Marlte Dieterlin.
1516 und 1520 Ulricus Sailer.
1552 Michel von Pfullendorf.
1564, 1570 und 1580 Clemens Wern-
Her (Wirner, Wernuer) von
Ueberlingen (I.- und Pberlingen).
1585, 1586 und 1588 Valletinnus von
Eiligen.
1596, 1601 und 1602, 1606 und
1607 Georg Cpr.ßler von Batt-
gendorf.
1620 und 1621 Georg Nenner von
Haiingen.
1623, 1625 und 1626, 1628 Georg
Maurer.
1637 Konrad Mayer.
1641, 1649,1651 — 1653,1655,1659
Stephan Bochenthaler.
1664 Jnnccentius Oesteringer.
1665 Colnmb n Sunnenberger.
1673 Anselm Giubhardi.
1680, 1684—1686 Arsen Sulger.
1689 Marianus Raßler.
1694, 1697 Modestus Keyblin (Kaib-
liu, Keublin).
1699 Joackim Pflaumer.
Die Thatsache, daß 1481 — 1490 Blau-
beurer Mönche das Priorat in Maria-
berg innehaben, erklärt sich daraus, daß
dieses Frarunkloster 1475 reformiert wurde,
Zwiefalten aber erst 1489 und daß refor-
mierte Konvente nicht unter einem nicht-
resormierten Visitator stehen können
(conk. Beschreibung des OA. Reutlingen
1893. II, 431/32).
Den Schluß der feierlichen Profeß
bildele allem nach die Verfluchung der
Störer des klösterlichen Lebens; wenigstens
hat sich aus Mariaberg eine solche er-
halten, die mit ängstlicher Sorgfalt auf
das ganze Thun und Treiben, auf Leben
und Sterben eines solchen Menschen den
Fluch des Himmels herabruft. Sie lautet
also:
Wir (N. N.) anß gewaldt deß allmech-
digen Gottes wie auch der hh. apostlen
Petry und Pauly verbietten hiemit steiff
llndt vesliglich under der straff deß bereiten
fluchs, daß niemandt diße alhie gott-
geweihte jungfrauwen von dem Dienst
Gottes, welchen sye under dem sahnen der

keysh- und reiuigkeit underworfsen seindt,
entführe, niemand! ihre gietter berauwe,
sonder dieselbige in der rueh genieße lasse.
Wan aber einer solches zu thoun sih
under fange wurdte, so seye ehr verfluecht
in dem Haus' und außer deß hauß; er
sehe verfluecht in der stadt und auf dem
feldt; er sehe veifluecht, wan er röchet und
wan er schlaffe!; er sehe verfluecht, wan er
isset und wan er dringet; er seye ver-
flnecht, wan er gehet und wan er sitzet;
es seye verfluecht sein fleisch und seyne ge-
ben: und von der fueßsolle an biß auf die
scheidtel deß haubts solle er kein gesundt-
heit haben; es solle über ihn komen der
fluech deß menschens, welcheil Gott der
Herr durch den Moyses in dem alten ge-
satz hat komen lassen über die kindter der
ungerechdigkeit; sein nam solle ausgelöst (!)
werden von dem buech der lebendtigen und
mir den gerechten nit geschriben werden;
sein thail und sein erbguelt solle ihme
werdten mit Cain, deni bruedermördter, mit
dem Dathan und Abiron, mit dem Auanie
^ und Saphira, mit Symone dem hohen
' meiester und mit Judta dem verelher und
den semgen, welche zu Gott gesagt haben:
gehe von unß hin weg; die straß deiner
wege wöllen wör nit wandlken; er solle zu
gruendt gehen an dem fingsten Geriet;
das ewige sehr solle ihn verzören mit dein
deyffel und seinen englen, wan er nit wi-
der umb wördt hinumb geben (!) und zu
der besserung schreidten; also geshehe es!
also geschehe es!
T. C. L., stuO. tlreol.

Geschichte de^ AchegterF in Ulm.
Von Theodor Schön.
(Fortsetzung.)
An Gastspielen fehlte es nicht. Am
6. Dez. 1822 war Konzert auf der Oboe,
komponiert und vorgetragen von Leberecht
Fischer, Professor am Konservatorium
der Musik in Prag. Der achtjährige
August und die sechsjährige Amalie
Fischer tanzten einige Tänze, letztere
auch am 9. Dez. Am 11. Dez. gastierten
Therese und Karoline Fischer, am
13. Dez. tanzten Amalie, Johanna
und Karoline Fischer, am 18. Dez.
gastierten Miedke vom Passauer Theater,
Madame Fischer, Therese und Karoline
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