Beck, Paul [Editor]; Hofele, Engelbert [Editor]; Diözese Rottenburg [Editor]
Diözesan-Archiv von Schwaben: Organ für Geschichte, Altertumskunde, Kunst und Kultur der Diözese Rottenburg und der angrenzenden Gebiete — 21.1903

Page: 65
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Organ für Goschichtc, AltertuiiiDiliide,
Ltlinst nnd Anltnr drr Diözese läottenlnirg und der angrenzenden Gebiete.
sterausgegeben und redigiert von Amtsrichter a. D. Beck in KavenäburiI.
Beitrüge, Korrespondenzen rc., Nezensions-Exemplare, Tanschzeitschristen rc. wollen
stets direkt an Amtsrichler a. D. Beck in Ravensburg, V e sie l l nng en nnd NeklaiuaUonen an
die Expedition des „Deutschen Vvlksblatts" in Stuttgart, Urbaustraße 94, gerichtet werden.

M. S.
-IS0S.

Erscheint monntlich einmal und ist halbjährlich durch die Post zum Preis von
M. 1.90 ohne Bestellgebühr; durch alle Buchhandlungen sowie gegen Einsen-
dung des Betrages direkt von der Expedition um M. 2.10 (außerhalb des
dentsch-österr. Postgebietes M. 2.20) zu beziehen; einzelne Nummern 40 Pf. An-
noncen rc., welche der Nichtnng dieser Zeitschrift nicht znwiderlansen, werden von
der Expedition entgegengenommen nnd pro Petitzeile oder deren Raum mit 15 Ps.,
chnchhändlerische Beilagen, Prospekte rc. nach Nebereinknust berechnet.


7O n. L. Lur Geschichte deK Kcmnen-
ülasterö Inziglioscn.0
Die zwei Stücke, die hier veröffentlicht
werden: Inzi kosen Ursprung nnd
Lnknlo^usckeluirotnrum moirin-
lium Inslrofsensium sind entnommen
den l^mrales Niderncenges (Materialien-
sammlung zur Geschichte BiberackS) des
Joh. Ernst v. Pfl n in m ein, dessen Ver-
wandte Blandina v. Pslanmmern zusammen
mit manchen anderen Biberacher Patri-
ziers- bezw. Dürgerstöchtern dem Konvente
Jnzigkofen angehörte. Dies diuste der
Grund für die Aufnahme derselben in die
l^rm. Rib. sein. Im Original (Sl.-A.
Stuttgart) stehen sie I!I, 344—368, in
der Stecherschen Kopie (K. Landesbiblivthek
H Literatur (außer der in, Texte ange-
gebenen) über Jnzigkofen: Schnell, histo-
rische Jahrbücher der Hohenzollernschcn Fürsten-
tümer, I. Heft, S. 4 (Entstehung des Kl.). —
„Frei burger kath. Kirch e n b l n tt" von t 894
(Gesch. des Kl.). — „Mitteilungen des Vereins
f. Gesch. und Altertumskunde in Hohenzollern",
6. Heft (1872/73), „Schicksal des KN ivahrend
des 30jährigen Kriegs" von Lichtschlag. — Die-
selbe», 27. Jahrgg. (1893/94), S. >32/>33
(„Die älteste Urkunde über das Kl. I."). —
Eine handschriftliche große Chronik in 3 Bdn.
über Kl. I. und Gruol rc. liegt im fürstl. Hohen-
zollernschen Hausarchiv zu Sigiuaringen (Lehner,
Verzeichnis der Handschriften der fürstl. Bibliothek
Sigmaringen, 1872, Nr. 68), aus welcher mög-
licherweise die beiden Stücke ganz oder teilweise
entnommen sind. — Barth, Hohenzollernsche
Chronik, Sigmaringen bei Tappen (1862), S. 269
bis 272; 518 —522. — Johler, Gesch. v. Hohen-
zollern. — Kl. I. rc. in O. Schonhuths
Burgen u. Kl. rc., 5. Bdchen., S. 448—455
(meist aus Netrus. ,,8uev!u ecclesiastica etc?' ent-
nommen). — Die Bau- und Kunstdenkmale in
den Hohenzollernschcn Landen rc., Stuttgart,
1896, S. 2!9—223, und die daselbst Zitierten.

Stuttgart) III, 650—683. Das erste
Stück, welches znm Teil nnd nicht ganz
gleichlautend schon bei Barth a. a. O.
S. 269—27l abgeornckt ist, zeigt nur
Korrekturen und Zusätze von der Hand
des Joh. E. v. Pflummern, während der
Katalog vollständig von ihm geschrieben
ist. Die chronologischen Angaben scheinen
mehrfach verderbt nnd nicht ganz gleich-
lautend zu sein, ohne daß sie augenblick-
lich sicher richtig gefüllt werden könnten.
Inzikofen ursprnn g.
In nomine Domini )esn LInisti!
In dem iahr, da man zahlt 1354, da
stund ans disr hoffstatt ein capelle; das
war geweicht in s. Moricius ehr; und
haben uns gesagt die allen, das das nach des
Herrn beichligcrs görltlin steehl; nnnd zue
diser zeit was ein geschlecht zne Sig-
maringen, das hieß die Sönner, nnd
Helten noch die von Reischach Sigmaringen
nnd Dielsurth. Nnhn waren zwo Sön-
nerin bnrgcrin zne Sigmaringen; die
wurden getriben und geiagl von Golt nnd
dem h. Geist; der weit durch sie pflanze»
ainen fruchtbaren, schönen weingarlten und
gab in ein, das wür ain vatter in dem
Himmel heilen, ob wür in lieb heben nnd
seine gebvlt Volbringen, nnnd das wür
Gott allermeist geainiget weren, wann wür
in unserm gebett znesamen verbunden
weren und ein seel nnd ein Herz in Gott
haben, als es war in der ersten christen-
heit. Von der göttlichen liebe wurden ire
Herzen entzindt, verließen die weit nnd
bawten ein henölin nnd Welten zne einer
clausen auf dem blauet festen gemacht und
gebawt haben. Und da man das Holz im
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