Beck, Paul [Editor]; Hofele, Engelbert [Editor]; Diözese Rottenburg [Editor]
Diözesan-Archiv von Schwaben: Organ für Geschichte, Altertumskunde, Kunst und Kultur der Diözese Rottenburg und der angrenzenden Gebiete — 24.1906

Page: 149
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1686 hatte der Dekan den Handel mit
den Inden verboten und ihnen die Existenz
unmöglich gemacht, so daß Wacker schreiben
konnte: „Oerrs trnec pervers» et trrrn-
chrlerrt» » kstissimo Oiro )oe Ueirrrico
nb Ostein omnino Iuit elimirrnt», csuo
tnmen eieluncto cierrrro frrit irrtromiss»
et ?rimus iuit pro ctolor Zeirli^rrrun
Nez,'er <8e /rbrnlrnm Ne^er trlius".
Außer dem Dekan und dem Mitstifler
des Engelamtes Joh. Franz Carl, Frey-
berr v. Ostein, aufgeschworcn 1666 als
116. Capitnlar, Herr zu Maleschau, Ca-
pitnlar in Bamberg, Würzbnrg und Kom-
bnrg, Senior, Jubilaeus, Scholasticus,
Knrmainzischer und Würzburgrscher Ge-
heimer Nath und Praesident des Konsi-
storium zu Würzbnrg (7 18. März 1718),
finden wir noch einen von Ostein auf
Komburg als Chorherr: Cxcellenz Job.
Franz Wolfgang Damian, des hl.
Nöm. Reichs Graf v. Ostein, Herr zu
Datschitz, Marquards und Wolschau, beider
hohen Dom- und Ritterstifter Würzbnrg
und Komburg Capitnlarherr, Jubilaens und
Scholasticus, dcS Ritterstifts zu S. Bur-
cbard in Würzbnrg und insiZrris colle-
§i»t»e 8. ?etri z» Mainz Propst, beider
Kaisers. Majestäten, auch „Chnrsürstl.
Mayntzischer Rath". Derselbe ist ein
Vetter der genannten Chorherru ans der
gleichen Familie, der zweite Cohn (unter
sechs Söhnen) des Joh. Franz Seb. von
Ostein und der Anna Charlotte, Gräfin
v. Schönboru und hat 1718 aufgeschworeu
für Komburg, 7 1778. Derselbe hatte
(nach dem StiflungSbuch S. 17 in der
Pfarregistratnr) 1500 fl. Hauplsnmme
gestiftet zur lateinischen Schule in
Sleinbach. 1783/84 werden 50 fl. von
den Zinsen „dermablen Herrn Vicarius
Zerr. Klein cherirrirro Lxcrricii" ansbezahlt,
und 20 fl. wegen der Terz (— der dritte
Teil der Zinsen kommt zur Stiftung) zur
Rechnung. Zur Ergänzung des Kapitals,
das 14. Mai 1748 zur Obervogtei in
Verwaltung kam, waren 1783/84 noch
hiezuleihen 1100 fl. Nach dem Präsenz-
buch (S. 185) hat er auno 1754 sich
einen Jahrtag gestiftet „zu dem Z,el u.
End, damit solang Hvchdieselben durch
Götti. Beobschirmung annoch leben würden,
um Erhaltung einer glückseligen sterbstund
am 3. Maij alß an Hochderselben hohen

Geburtstag, iu Versehender Hindernis aber
Kurtz zuvor oder bald hernach, nach er-
folgendem Ableben hiegegen irr Oie Obi-
tus . . . um eine seelig Ruhe von den
HH. Vicariis 12 hl. Mesß geleßen werden
u. im Fall Ein od. mehrere Vicarii ab-
gingen, dennoch die 12 hl. Mesßen allzeit
n. zwar von denen älter» HH. Vicariis
supplirt, sofort vor die 12 hl. Mesßen
jährlich 6 fl., mithin für jede hl. Mesß
15 Schilling von dem Präsenz-Ambt bezahlt
werden; die übrige 3 fl. aber dem ob-
gedachten Präsenz-Ambt alß ein herkömm-
liche Terz wegen Assecurence des Kapitals
verbleiben sollen". Am 5. Januar als irr
6ie obitus püssimi cleluireti wurden
sie nach seinem Tode gelesen.

vr. jolrrrer. Eilt poetischcr Meltroiarl
auf dcu Astr Ulrich Maulr.
Von ?. Sebastian Sailer.
(Fortsetzung und Schluß.)
i?rimus srat,
In cujus man 1K us 8ortss 8 uns ssss
ctixit,
6nomsn ^) llic kabss llclslrico famili-
ärem,
gua elitavit t u mlIIam.
8upx>s<1its.vit?) ckristus
Lrucibixus,
Luius iconsin in nostro oratorio capitutari
csu Ikssaurario
crsbro Nissas sacriücio coluit,
czuoct clsluit
llclalrrco,
Ht clum ills munus Irakuit translassas
ut sKunäsrst,
clausus Irabuit Oelalricus
ui 8srvarst,
kompam omnsm sxosus st vanitatsm
victu st vsstitu usus sst 8implici.
dlsc kinum nsc l.ana
Hum a castsris clistinxit.
8sä 8o1a psns in ss pia cluritiss.
Nsnsa vulA-rri contsntus
clapsils") pro 8s aclmisit nikil,
czuam s-rm, guas 8uorum ps.tsllss'') ons-
ravit,
Usca rsliAiosg?)
cp.iic1 mirum!
Ilclalricipaupsris burs-rm kskuisss tnnclem,
ciuocl in clsbitorum internecionsm
Hxunclarst.
Ikis solutis
Hokis solutis?)
') Sinnspruch.
^) behilslich sein, darreichen.
reichlich v. Speisen,
ch Teller.
^) Speise, ivie sie sich für einen Mönch schickt.
e) -e
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