Pantel, Etta [Editor]
Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland: Baudenkmale in Niedersachsen (Band 25): Baudenkmale in Niedersachsen: Landkreis Soltau-Fallingbostel — Braunschweig, 2001

Page: 263
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im hinteren Bereich und ein schön geschnitztes,
hölzernes Epitaph von 1695.
Der heutige Straßenverlauf von Am Sandberg,
der heute großzügige Weideflächen umschließt,
zeichnet auf der Westseite noch die Umrisse
des ehemaligen Parkes nach. Auf der Nordseite
kennzeichnet der vermutlich zu Anfang des
19.Jh. gebaute Brunnen mit einer Wippe aus
dem 19.Jh. und einem 1980 erneuerten Gabel-
baum den Eingangsbereich in den historischen
Ort. Sein Brunnenschacht aus grob behauenen
Sandsteinquadern und ergänzenden Ziegeln
wird von dem Brunnenring aus Feinbeton
ergänzt (Forstweg/Steindamm). Den west-
lichen Scheitelpunkt der früheren Parkflächen
markiert die kleine Hofanlage einer ehemaligen
Schmiede. Trotz ihrer rückwärtigen Lage hinter
dem Wohnwirtschaftsgebäude fällt die sicherlich
in der 2. Hälfte des 18.Jh. errichtete kleine
Scheune auf, die nach ihrem Abbruch im
Bereich des Platzes 1940 hier giebelständig
wieder aufgestellt worden ist, (Am Sandberg 2).
Das vollständig verbohlte, auf großen Feldstei-
nen aufgebaute Dreiständergerüst in Oberrähm-
konstruktion mit eingehälsten Ankerbalken hat
eine seitliche Längsdurchfahrt, und die giebel-
seitige Eingangstür daneben führt in den abge-
trennten Speicherraum. Das langgestreckte
Doppelwohnhaus für Gutsarbeiter daneben, Nr.
4, besitzt ein weitmaschiges Fachwerkgerüst
unter Satteldach mit verbreiterten Giebeldreie-
cken und zwei traufseitigen Eingängen und ist
zu Anfang des 19.Jh. erbaut worden. Beide
gehören zu der südlich anschließenden Gruppe
von Denkmalen, die sich aus einer Reihe von
Anbauerstellen für die ehemaligen Gutsarbeiter
zusammensetzt. An die gutseigene, damals
bedeutende Ziegelei erinnern einige Wohnge-
bäude im Süden der Hauptgebäude.
Während der nördliche Gutsbereich in den dich-
ten Wald eingebettet erscheint, öffnet sich um
die Anbauersiedlung eine Wiesenlandschaft wie
eine Insel in dem sie allseitig umschließenden
Waldgebiet. Die Niederung dazwischen wird
durchflossen von einem zur nördlichen Böhme
fließenden und von zahlreichen Teichen unter-
brochenen Bachlauf, an denen wohl die im


Wense, Kurhannoversche Landesaufnahme, 1778 (Landesvermessung u. Geobasisinformation Niedersachsen)


Wense, Forstweg, Gutskapelle, Epitaph, 1589


Wense, Forstweg, Gutskapelle, Epitaph, 1572


Wense, Forstweg, Gutskapelle, Kanzel, 1673


Wense, Forstweg, Gutskapelle, 1672 u. 1869


Wense, Forstweg, Gutskapelle, Altar, 1674


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