Gesellschaft für Vor- und Frühgeschichte in Württemberg und Hohenzollern [Editor]; Württembergischer Altertumsverein [Editor]; Württembergischer Anthropologischer Verein [Editor]; Württembergischer Geschichts- und Altertumsverein [Editor]
Fundberichte aus Schwaben — N.F. 1.1922

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perle; aus Eisen: i gerades Messer und 2 gebogene; i Meißel; Nägel;
I Schlüssel; 2 Täßchen Dr. 27; 1 Hirschhorn. (Besitzer: Schwarz-Rißtissen.)
7. Der Ehinger Altertunisverein untersuchte im Jahre 1916 einen
Brunnen auf einem Acker links der Bahnhofstraße Rißtissen—Achstetten,
Tiefe 4 m; darin 1 Holzeimer mit Eisengriff; auf den Faßdauben Schrift-
zeichen, darunter RIFA (nus?). Daneben gegen Nordosten auch ein Töpfer-
ofen untersucht mit schwarzgrauer früher Ware (nach dem Bericht des
Vorstandes Dr. Krieg, Korr.-Bl. Ges.-Verein 1917, S. 109). Korr.-Bl. 1920,
S. 61 wird eine Janusschüssel aus Rißtissen erwähnt.
8. Im Kastellgelände fand sich eine alamannische Riemenzunge. In
der gegen die Prätentura zu gelegenen späteren Villa sind alamannische
Reihengräber früher festgestellt und auch von uns gefunden worden. Von
eben dort besitzt Schwarz u. a. ein Bronzeplättchen mit Hundskopf; nahe
P. 19, dem Brunnen im Kastell, fand Schwarz 1 Wetzstein, vielleicht aus
einem Schuhleistenkeil neu gearbeitet.
9. Gegenüber P. 8 des Plans Festschr. fand Schwarz im Garten von
K. Engelhard u. a. südgallische Sigillaten, 1 Bronzeplättchen, 1 Statuetten-
basis, 1 Hohlreif.
10. Im Gräberfeld (vgl. Fundb. 21, 67; 22, 26) fand Schwarz südlich
der Heerstraße in Joseph Braig Schreiners Acker 2 hohe rätische Urnen,
1 kleines, schwarzes Gefäßchen und 1 gelbe Urne mit rotem Horizontal-
band; dann im Stumppschen Acker 1 grauen Becher mit Innenverzierung
und 1 Rampe älterer Form; im Schmidschen Acker bei P. 12 1 ME Traian
(siehe unten S. 105, Nr. 291).
11. Westlich vom Ort an der Untersulmetinger Straße links stieß man
Winter 1918/19 ca. 150 m vom Ende des Dorfes entfernt im Acker von Frau
Eindner auf 5—6 Gräber anläßlich von Baumlöchern. Funde: Sigillaten;
Eampe älterer Form.
12. Beim Ausräumen des Weihers westlich der Rißbrücke am Südwest-
ausgang vom Dorf stieß man 1921 auf einen etwa nordost-südwestlich ver-
laufenden Straßenkörper aus mehrfachen Kieslagen. Viele Hufeisen lagen dabei.
13. Eine 50,5 cm hohe und 40 cm weite Urne mit 9,3 cm messendem
oberem Durchmesser, gefunden von Schwarz, kam in die AS. A 980. Abgeb.
Bericht III des Mus. Vat. Alt. Abb. 2, 10. G.

Funde antiker Münzen in Württemberg.
XXV. Nachtrag zu Nestle, Funde antiker Münzen im Kgr. Württemberg.
Von P. Goessler.
(Die neu hinzugekommenen Fundorte sind mit * bezeichnet, « bedeutet Autopsie.)
A. Neckarkreis.
20. Cannstatt.
717. Antoninus Pius D. = C. 979. (Geprägt 156 n. Chr.) a
718. Caracalla D. Vs.: Antoninus (Pius) Aug. Büste des jugendlichen
Kaisers von rechts mit Paludamentum. Rs.: Der Kaiser stehend,
nackt, nach links, mit Globus in der Rinken und rechts die um-
gedrehte Eanze; ähnlich C. 413. (Geprägt vermutlich 200 n. Chr.) a
719. Maximus D. = C. 10. 717—719 Bes.: Prokurist Payer-Stuttgart.
(Aus der ehemaligen Sammlung Kuhn-Cannstatt.) a
720. Vespasian ME. Vs.: Imp. Caes. Vespasian Aug cos... imp..
Kopf von rechts. Rs.: S—C. Göttin mit Fruchthorn und Schale
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