Gesellschaft für Vor- und Frühgeschichte in Württemberg und Hohenzollern [Editor]; Württembergischer Altertumsverein [Editor]; Württembergischer Anthropologischer Verein [Editor]; Württembergischer Geschichts- und Altertumsverein [Editor]
Fundberichte aus Schwaben — N.F. 1.1922

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524. *M äh ring en OA. Ulm.
i. Marc Aurel ME. = C. 568. (Geprägt 163 n. Chr.) Gefunden 1921 in
Baumlöchern nördlich vom Eriedhof. Besitzer: Oberlehrer Frank-Ulm. a
255- Urspring. _
RDK Eief. 24 Kastell Urspring zählt 19 Münzen; danach sind Nestle
S. 49 und die Nachträge Fundb. 1, 45; 15, 68 und 21, 84 zu ändern.
20. Vespasian oder/I'itus GE. = Typus Vesp. C. 232ff. oder Titus C. H3ff.
Fundort: Kastell vor Jahren. Nach einer alten brieflichen Notiz.
263. Unterhorgen.
247. Caracalla D. = C. 375. Aus dem großen Fund von 1837 siehe
Nestle, Ant. M. S. 191 und Fundb. 1, 45 und 2, 35 f. Besitzer:
Kanzleirat Hauser-Stuttgart. a
269. Württemberg.
50. Keltischer Viertelstater. Gold. = Typus Hertlein Fundb. XII, 88 f.
Größe 12—13 mm, Gewicht 1,985 g. Anfang 18. Jahrhunderts im
Besitz einer Familie in Blaufelden; daher Fundort wohl: Hohen-
loher Land. Besitzer: Frau Obersekretär Gärtner-Gaildorf. a
51. Keltischer Viertelstater. Gold = Typus Hertlein Fundb. XII, 88 f.
Größe 12—10,5 mm, Gewicht 1,97 g. Besitzer: Assessor Mayer-
Spaichingen. a
52. Caligula ME. = C. 27. Fundort: Oberland. Besitzer: Stadtpfarrer
Borst-W aldenburg.
53. Traian Gold. Vs.: = C. 140. Rs.: divus pater Traianus. Bb. des
Vaters von rechts in bürgerlicher Tracht. Fundort unbekannt; in
der Goldsammelstelle Heidenheim 1917 abgeliefert. Nach Hertlein
wohl aus Württemberg. Besitzer: MK. 3910. a
-2.7-L. Burladingen.
19. Justinianus Gold. Vs.: Dn. Justini-anus pp Aug. Kopf von vorn.
Rs.: Victori-a Augg. J. A. conob. Victoria mit Kreuzstab und
Weltkugel, darunter ein Stern. = Sabatier I 177, Nr. 2. Gefunden
1920. Besitzer: Joh. Dorn-Weiler Haid.
Alemanniseh-fränkisehe Zeit.
Die in den letzten Jahren neu auf lebende Bautätigkeit hat zur Ent-
deckung mehrerer neuer Reihengräber-Friedhöfe (Bondorf, Knittlingen,
Geisingen, Mergentheim) geführt, so daß nunmehr schon über 440 in Württem-
berg bekannt sind. Aus diesen neuen und einigen schon länger bekannten Grab-
feldern (insbesondere Dürrmenz) kamen z. T. wertvolle Beigaben in das Museum.
Siedlungsgeschichtlich bedeutsam ist die durch Grabung nachgewiesene
Anknüpfung eines fränkischen Königshofes an eine römische Villa bei Nagold.
Eine genaue Durcharbeitung aller Dandesfunde der nachrömischen
Zeit ergibt mehr und mehr auch Kulturreste des 4. und 5. Jahrhunderts,
die seither wenig bekannt waren.
I. Neckarkreis.
Cannstatt. Januar 1911 waren bei Anlage der Weckherlinstraße
nordöstlich der Dragonerkaserne 8 meist aus Steinblöcken gebaute, west-
östlich gerichtete Gräber gefunden worden. Nur einem der Skelette waren
Beigaben, eine bronzene Riemenzunge, beigelegt. Die Steine der Grabkammer
stammten z. T. aus römischen Trümmern, so 1 Herekurarelief vom römischen
Gräberfeld. Dieser kleine alemannische Begräbnisplatz, der wohl den ersten
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