Deutscher Altphilologenverband [Hrsg.]
Mitteilungsblatt des Deutschen Altphilologenverbandes — 32.1989

Seite: 5
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— Ein Auftrag des DAV sieht auch vor, daß ein Lektüreband geschaffen wird, der nach
Abschluß des lateinischen Lehrbuches (s.o.) in den Universitätskursen eingesetzt
werden kann. Dieses Projekt ist noch im Stadium der Überlegung; seine Realisie-
rung hängt nicht zuletzt von den Erwartungen und Bedürfnissen ab, die der geplan-
te Arbeitskreis der Dozenten artikulieren wird.
Überlegt wird z. Zt. auch noch, in welcher Form die unter 2 genannten Papiere den
Beziehern unseres Mitteilungsblattes verfügbar gemacht werden sollen.

Die gegenwärtige Latinumskommission des DAV
ist bereits die zweite. Die erste hat unter dem Vorsitz von Dr. Horst Holtermann in den
Jahren 1979-1983 in zahlreichen Sitzungen getagt und entscheidende Vorarbeiten für
die zweite geleistet. Ihre Mitglieder waren: Prof. Dr. Gerhard Binder, OStD Dr. Horst
Holtermann (Vorsitz), StD Dr. Wolfgang Pridik, StD Peter Petersen, OStD Dr. Hans
Werner Schmidt, OStD Dr. Joseph Vogt, der durch den Tod aus der Kommissionsar-
beit herausgerissen wurde und an dessen Stelle Herr AkOR Dr. Harald Merklin nach-
rückte. Eine kaum zu schließende Lücke hat Herrn Holtermanns schwere Erkrankung
und sein Tod hinterlassen — für volle vier Jahre kam nach seinem Ausscheiden die Ar-
beit zum Erliegen. Ohne seine richtungsweisenden Impulse wären die Bemühungen
der jetzigen Kommission nur schwer vorstellbar.
Der neuen Kommission gehören wieder die Herren Binder, Merklin und Petersen an.
Neu hinzugekommen sind OStD Dr. Walter Burnikel (Vorsitz), OStD Kurt Seile und
StD Dr. Günter Wojaczek; assoziiert ist AkDir Dr. Gebhard Kurz als Lehrbuchautor.
Getagt haben wir bisher viermal: jeweils im März und November 1987 und 1988 in
Fulda. Die Kommission wird ihre Arbeit 1989 abschließen. Ihrem Ziel, im Interesse des
Latein- und Griechischunterrichts an Schule und Universität vergleichbare und inhalt-
liche und formal befriedigende Rahmenbedingungen zu schaffen, wird sie nur näher-
kommen, wenn ihre Anliegen und Anregungen aufgegriffen werden — viribus unitis
wird manches möglich sein, was zunächst unerreichbar scheint. Pessimismus ist kein
guter Ratgeber — die Latinumsbestimmungen von 1979 geben auch keinen Anlaß da-
zu; sie sind vielmehr eine Basis, auf der sich aufbauen läßt.

Anmerkungen:
1) Schade, daß der weitverbreitete Studienführer aus dem Bad Honnefer Bock-Verlag (Studien-
und Berufswahl, hrsg. von der Bund^Länder-Komm.ission für Bildungsplanung und For-
schungsförderung und der Bundesanstalt für Arbeit, 1988/89, S. 28) dieses Faktum nicht zu-
geben will und in der Übersicht ,,Geforderte Lateinkenntnisse" (mit Auflistung aller Hoch-
schulen) nur ,,Latinum" und ,,ausreichende Lateinkenntnisse" unterscheidet.
2) cf. die Beiträge ,,Latein im Studium" in AU 1984, H. 2/3, und das von den Professoren Fin-
kenstaedt und Heldmann als Vertretern des Deutschen Hochschulverbandes herausgegebe-
ne Heft ,,Studierfähigkeit konkret. Erwartungen und Ansprüche der Universität" (Bonn o.J.).
Dr. WALTER BuRNiKEL, Am Daumernberg 14, 6690 St. Wendel-Werschweiler

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