Paulus, Eduard [Editor]; Württemberg / Statistisch-Topographisches Bureau [Editor]
Beschreibung des Königreichs Württemberg (Band 60): Beschreibung des Oberamts Balingen: mit fünf Tabellen, einer geognostisch kolorirten Karte des Oberamts und drei lithographirten Ansichten — Stuttgart, 1880

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Gebäude.

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Von den geschlossenen Orten mit eigener Gemeindenerfassung
sind Ebingen, Balingen, Thailfingen, Winterlingen, Onstmettingen
die größten, Stockenhansen, Burgfelden, Waldstetten, Margret-
hausen, Streichen die kleinsten.

Gebäude.

nnä Gattung.

Nach dem Brandversicherungskataster vom 1. Januar 1879
zählt der Oberamtsbezirk: Haupt- und Wohngebäude 6363,
Nebengebäude 1044, zusammen 7407 Gebäude, im Brand-
versicherungsanschlag von 21,920240 Zu össentlicheu Zweckeu
dieuen 227 Gebäude, morunter31 Kirchen, 5 Kapellen, 62 Rath-
und Schulhäuser, 37 Spital-, Kranken- und Armenhüuser und
93 sonstige Gebäude. Unter den Wohngebäuden befinden sich
2 Schlösser, 56 Amtswohnungen für Staats- und Gemeinde-
diener, darunter 6 für Lehrer (außer den Wohnungen in Schul-
gebäuden) und 23 Psarrhäuser. Aus 1 Wohuhaus kommen im
Durchschnitt 5,4 Menschen; die meisten in Ebingen mit 6,8,
die wenigsten in Erlaheim, Ostdorf und Stockenhausen mit je
4,4 (s. auch hinten Tab. I).

L. Oanlirt unä Material.

Die Bauart der ländlichen Wohnungen ist die gewöhnliche,
Riegelfachwerk auf steinernem Untergrund; fast ausnahmslos
Ziegeldächer. Die Wände sind entweder ganz verputzt, gewöhn-
lich in weiß, manchmal in andern lichten Farben, nebst leb-
hafter Farbe der Läden: oder häufiger so, daß das Balkeuwerk
sichtbar ist, das, namentlich in den oberen Gegenden, noch viel-
fach aus Eichenholz besteht. Die eichenen Balken sind mehrfach
geschnitzt, mit Zahnfchnittfriesen u. dgl. geziert; über den Thüreu
oft alte Jahreszahlen, Sprüche und Embleme. Das fchönste
diefer Holzhäuser ist die Kroue in Lautlingen. Die verwendeteu
Bausteine sind theils aus dem Jura, so auch an den neneu
Bauwerkeu des Lautlinger Viadukts und der Laufener Kirche,
theils aus dem Keuper, besonders von Rosenfeld. Die archi-
tektouisch werthvolleren Gebäude im Bezirke stannnen meist aus
älterer Zeit: die Kirchen und einzelne Theile der Kirchen zu
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