Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 36.1911

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22 A. FRICKENHAUS u. W. MÜLLER
und Photographien aufzunehmen und überhaupt alles zu tun,
um dem nicht ortskundigen Fachmann ein selbständiges Ur-
teil in Einzelfragen zu ermöglichen. Einheitliche Verarbei-
tung und wenn nötig Neuaufnahme und Untersuchung der
Ausgrabungen, Berücksichtigung des ganzen inschriftlichen
und literarischen Materials und vor allem des Pausanias, Er-
forschung der Strassen, Häfen und Befestigungen, Kulte und
Städte, alles muss die moderne archäologisch-topographische
Forschung umschliessen.
Von diesen Gesichtspunkten aus haben die Unterzeich-
neten im Herbst 1909 die Argolis systematisch zu bereisen
begonnen t und hoffen bald auch die noch fehlende zweite
Hälfte der Landschaft sowie die Thyreatis in ähnlicher Weise
zu erforschen, während A. Struck gleichzeitig im Aufträge
des Athenischen Institutes die mittelalterlichen Monumente
und Siedelungen der Landschaft zu bearbeiten beginnt. Das
dabei beobachtete und aufgenommene Material soll später
zusammenhängend publiciert und verarbeitet werden; inzwi-
schen aber schien es erwünscht, eine Anzahl bemerkens-
werter Einzelresultate bekannt zu geben, deren eingehende
Begründung, Verwertung und Darstellung allerdings hier
unterbleiben muss, wie auch auf Anführung von Literatur
meist verzichtet wurdet Wenn auch nur ein kleiner Teil
des neuen Materials mitgeteilt wird, so werden die Proben
doch einigermassen ein Urteil über die Ziele der Bereisung
ermöglichen.

' Einen Teil der dazu verwendeten Geldmittel haben Herr Commerzien-
rat A. Colsmann in Langenberg Rh. und Herr R. Küppersbusch in Wies-
baden geschenkt, wofür auch hier herzlichst gedankt sei.
^ An Inschriften haben wir bisher sehr wenig Neues gefunden; vgl.
ausser dem im Text Mitgeteilten die vor uns von M. Deffner gesehene Grab-
inschrift AM. XXXIV 1909, 356 (jetzt auch in der neuen Auflage von Solm-
sens Inscr. Gr. ad illustr. dialectos selectae). Was wir sonst zu Fränkels IG.
IV zu bemerken fanden, wurde dem Berliner Archiv für griechische In-
schriften mitgeteilt. Mit besonderer Dankbarkeit sei noch erwähnt, dass
uns das Inschriften unternehmen der Berliner Akademie auf gütige Veran-
lassung von Herrn Geheimrat U. von Wilamowitz-Moellendorff ein Exem-
plar der IG. IV zur Verfügung stellte.
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