Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 36.1911

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A. FRICKENHAUS u. W. MÜLLER


wir der französischen Expedition
verdanken, können wir die bisher
fehlende Marmorsima hinzufügen;
sie fand sich bei einem Bauern-
hause im nahen Dorfe "Hpax^etov
(Abb. 3). Die Übereinstimmung mit
der Sima vom Athenatempel in
Tegea* ist so auffallend, dass man
versucht ist, auch hier Skopas als
Architekten anzunehmen, falls man
sich nicht begnügen will, nur eine
genaue Copie nach dem berühm-
ten Vorbild zu erkennen. Jeden-
falls rückt der Tempel damit zeit-
lich nahe an den von Tegea heran,
rund 370-360 v. Chr.; in das IV.
Jahrhundert wird auch die Bauin-
schrift IG. IV 481 gesetzt, die mit
dem Tempelbau zusammenzuhän-
gen scheint. — In demselben Bau-
ernhause befinden sich auch die
Inschriften IG. IV 487 u. 488, bei
deren näherer Untersuchung sich
zeigte, dass sie mit den Brüchen
aneinander passen. Die Gesamt-
breite ist etwa Im; es ergibt sich
folgender Text:
roji 'ApyeRudvEilev [iah Ai dnajpx—dv vac.
ejiAexiaq 4>A[av]8pi7m.g 'Y^7.etov[
tAapxo) neSdxQuoq KAeoaHevin IIa\'(puXd[v
Hdpxo *&Aeat; 'OAqAJudSaq 'YQvathoov xu[.
Rdpx<*) Ae^iorparog vac. ^
Die Reste eines bisher unbe-
kannten, grossen Tempels fanden

' Schede, Antikes Traufleistenornament 44 Tf. V 29; BCH. XXV 1901,
250 Fig. 1.
^ Frankels Ergänzung der 1. Zeile wird durch die Zusammenfügung
unmöglich; zwischen PX und AN ist eine anscheinend alte Verletzung von
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