Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 36.1911

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INSCHRIFTEN AUS DER LEVANTE II.

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Zenonopolis über Konia nach Stambul gelangt und befin-
det sich jetzt in der Sammlung des Lyceum Hosianum zu
Braunsberg, deren Leiter sie an H. Delehaye mitteilte und ihn
zu einem eingehenden Commeutar in den Analecta Rollan-
diana 191 1, 316 ff. veranlasste, wo man alles über den Märty-
rer Sokrates bekannte finden wird. Delehayes Zweifel über
die sichere Zuteilung der Inschrift an eine der drei Städte
mit dem Namen Zenonopolis glaube ich mit Bestimmtheit
beseitigen zu können und schliesse mich gern der Hoffnung
Delehayes an, die er am Schlüsse seines Commentars aus-
spricht: 'L'archeologue qui nous montrera Pemplacement de
la Zenonopolis oü l'on buvait ä la fontaine de S. Socrate,
trouvera peut-etre du meme coup la basilique elevee sur le
tombeau du martyr'.
8. Eregli am Taurus. Während meiner Anwesenheit im
März 1909 wurde hinter dem Militärdepot nach Steinen der
alten Stadt Kybistra gewühlt. Es traten dabei zwei grosse
Thonpithoi zu Tage, der erste 172 cm hoch, 130 breit und
mit 70 cm oberem Durchmesser; Schulter und Leib waren
mit ein gepressten Wellenlinien gemustert. Auf dem Rande
des Pithos, dessen lichte Öffnung 44 cm betrug, stand oben
CG und HG.
Der zweite Pithos war 176 cm hoch, 142 breit und hatte
einen oberen Durchmesser von 71 cm, die lichte Öffnung am
Rande betrug 50 cm. Auf dem Rande war noch zu lesen:
O K . . A X A . . ) A H A < ^ ) A A. H
9. Jasily-Kaja in Phrygien. Auf der Burg von Jasily-Kaja
war im Sommer 1908 von den neuerdings angesiedelten
Tscherkessen nach Steinen zum Moscheebau gegraben wor-
den. Dabei fand sich der Rest eines Trachytblockes von
52 cm Tiefe, 40 cm Höhe und 64 cm Breite, oben und rechts
gebrochen, den ich nach Photographie nachstehend wieder-
gebe (Abb. 4). BH. 1 2,5 cm.
Wissenschaftliche Nachgrabungen auf dem Burgfelsen
würden trotz der geringen Humusschicht sicher noch Aus-
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