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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 13.1937

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https://doi.org/10.11588/diglit.42015#0023

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Fundschau

13

lagen. Dies erfuhr durch einen Klassenkameraden der Schüler Heinz Hentschel, suchte die
Stelle ab, und brachte die dabei gefundenen Scherben ins Augustiner-Museum. Vom 6. bis
14. Rov. 1936 wurde die Umgebung von R. Halter untersucht, wobei eine Reihe von künst-
lichen Steinpackungen teils ovaler, teils rechteckiger Form verschiedener Art und Liefe auf-
gedeckt wurden. Zwischen ihnen ziemlich viel Holzkohlestückchen, in einer Scherben. Die von
Hentschel beigebrachten Scherben ergaben Teile einer Schale, feintonig, Kern geschmaucht,
Oberfläche gleichmäßig braunrot überfangen, aber Wandung ungleichmäßig dick. Zeit-
stellung Hallstatt (oder älteres Latcne?), andere Scherben sind älteres Latcne.
Ilbesheim—Atzelberg, s. o. unter Jungsteinzeit.
Ilbesheim (A-Mannheim). Kiesgrube Back. 28. 3. 36: Zusammengedrücktes Brand-
grab der frühen Hallstattzeit (näher noch nicht bestimmbar): über den Scherben einer zer-
drückten größeren Arne aus mürbem Ton und verbrannten Knochen lag eine kleine Schale
mit abstehendem Rand (Gember).
30. 9. 36: Frei in der Erde stehend eine bauchige Arne mit kleinem Zylinderhalsansatz,
17 cm hoch; innen bis zum Bauchknick mit den verbrannten Knochen (große Stücke) ausge-
füllt; zugedeckt mit einer darüber gestülpten Schale, deren Boden sich in die Arne auf die
Knochenasche heruntergedrückt hatte.
Ilvesheim. Kiesgrube Back. 7. 12. 35: Kinderskelettgrab mit einem Bronzedrahtarm-
ring am linken Ellbogen, Wohl der ausgehenden Hallstattzeit angehörend (vgl. oben Jung-
steinzeit) (Gember).
Ladenburg. An der Kiesgrube an der Straße nach Wallstadt zwischen den Wohn-
stellen der Rössener Stufe 2 runde Gruben mit Scherben und Stücken eines „Mondbildes";
in der zweiten lagen unter den Hallstattscherben im oberen Teil Rössener Scherben.


Mengen (A.Freiburg). Bei der An-
tersuchung des alemannischen Fried-
hofs wurden mehrfach Spuren einer
späthallstättischen Besiedelung ange-
troffen; museal gesehen sind sie unbe-
deutend, um so interessanter aber als
Anhaltspunkte für eine landwirt-
schaftliche Benützung der Flur. Zu
unterscheiden sind Siedlungsspuren
(Grube 1, 1933) und 5 Gruben glei-
cher Bauart und fast gleicher Ein-
füllung zerstreut gelegen, fast ohne
Funde und ohne Hinweis auf Äber-
bauung, also Wohl Erdkeller für Feld-
früchte. Die Grube von 1933 ist von
I. Werner, die von 1935 und 1936
sind von I. Eckerle ausgegraben.
1: 1933; oval; 1,60 m L., 0,7 m T.
Scherben; im Rordteil kleinere, z.T.
vom Feuer mitgenommene Steine,
Wandbewurf, Holzkohlenreste.
2—7: im Durchmesser kreisrund; im
Profil langoval. Füllung lehmig,
dunkel- bis schwarzbraun. Auffäl-
lige Lößkindel in 2, 3 (erst in der
Grube gebildet), 5, 6; zumeist ab
1 in, z.T. schichtweise. Funde: keine
in 3, 4 (Skelett s. u.), 5, wenig hall-
stättische Scherben in 2 (ferner
Tierknochen) und 6.
 
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